Formel 1

Harte Regel: Hülkenberg-Team muss Namen ändern

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Nico Hülkenberg. Credit: Sauber

Namenschaos bei Sauber: Wegen strenger Glücksspielgesetze muss das Hülkenberg-Team in Zandvoort ohne Titelsponsor antreten.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Namenschaos bei Sauber: Wegen strenger Glücksspielgesetze muss das Hülkenberg-Team in Zandvoort ohne Titelsponsor antreten.

Kurioses Szenario vor dem Großen Preis der Niederlande: Das Stake F1 Team Kick Sauber muss beim Rennen in Zandvoort unter einem anderen Namen antreten – Grund sind die strengen niederländischen Glücksspielgesetze.

Normalerweise treten Nico Hülkenberg und Rookie Gabriel Bortoleto für das Stake F1 Team Kick Sauber an. Doch in den Niederlanden ist damit Schluss. Die Gesetze verbieten seit Januar 2025 jede Form von Glücksspielwerbung bei Sportveranstaltungen. 

Aus „Stake“ wird „Kick Sauber“

Damit verschwindet der Name des Hauptsponsors Stake, einer internationalen Wettplattform, komplett von den Autos, Overalls und Teamunterlagen.

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Nico Hülkenberg. Credit: Sauber

In Zandvoort startet der Rennstall deshalb nur als „Kick Sauber“. Bereits beim Belgien-GP musste das Team auf den Sponsor verzichten – auch dort gilt ein strenges Werbeverbot.

Europäischer Trend gegen Glücksspielwerbung

Die Niederlande sind kein Einzelfall. Immer mehr Länder verschärfen ihre Gesetze gegen Glücksspielwerbung im Sport. Belgien, Spanien, Italien und auch Frankreich haben bereits ähnliche Vorgaben. 

Für Sauber bedeutet das: Immer wieder neue Anpassungen, je nachdem, in welchem Land gefahren wird.

Sauber im Marketing-Dilemma

Für das Team aus Hinwil ist die Situation heikel. Stake zahlt Millionen für die Namensrechte, doch genau diese dürfen in wichtigen europäischen Märkten nicht gezeigt werden. 

Formel 1 Nico Hülkenberg Sauber Spa 2025
Nico Hülkenberg. Credit: Sam Bagnall/Sutton Images/Sauber

Dennoch: Sportlich fährt Sauber weiter im gewohnten Outfit – nur eben ohne die großen Logos. Und für Hülkenberg, der in dieser Saison schon ein Podium erobern konnte, zählt ohnehin nur, was auf der Strecke passiert.

Fest steht: Nationale Regeln können selbst millionenschwere Deals im globalen F1-Sport aushebeln. In Zandvoort bekommt das jetzt Hülkenbergs Team zu spüren. Allein: Die nächste Namensänderung kommt nächstes Jahr. Dann heißt die Mannschaft Audi.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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