Michael Schumachers ehemaliger Teamkollege Johnny Herbert wird als Formel-1-Experte vom britischen TV eiskalt abserviert. Die Hintergründe:
Er zählte zu den beliebtesten Experten im Fahrerlager der Formel 1, nie um einen lustigen Spruch verlegen, genauso wenig wie um kritische Analysen: Johnny Herbert.
Unvergessen, wie sich der Brite vor laufenden Kameras mit Fernando Alonso zoffte oder vergangene Saison Max Verstappen nach dem Regel-Wirrwarr in Suzuka zum Weltmeister ausrief. Legendär auch sein Hoverboard-Sturz vor der frenetisch jubelnden Haupttribüne in Silverstone.
Doch mit solchen TV-Momenten ist jetzt Schluss: Sky Sports F1, das britische Sky-Pendant, hat Herbert nach elf Jahren als F1-Experte eiskalt abserviert!

„Ich bin nicht freiwillig gegangen. Ich dachte, alles geht weiter wie gehabt. Dann aber bekam ich im Dezember einen Anruf und mir wurde mitgeteilt, dass sich Dinge verändern“, verrät ein enttäuschter Herbert dem ‚Mirror‘.
Besonders bitter: „Mir wurde nicht erklärt warum. Es wurde etwas von Social Media erwähnt, aber das war es dann eigentlich. Ich habe wirklich keine Ahnung“, sagt Herbert zu den Hintergründen für seine Entlassung: „Es ist eine Schande. Aber ich bin mittlerweile darüber hinweg.“
Sky-Team wird divers: Nicht nur Herbert muss gehen
Gemeinsam mit Herbert musste auch Ex-DTM-Champion Paul di Resta das Sky-Team verlassen. Der Sender hat sein Team in den vergangenen Monaten verjüngt, setzt auf mehr Diversität: Neben der W-Series-Pilotin Naomi Schiff kam wegen des US-Booms der Königsklasse auch Ex-IndyCar-Star Danica Patrick dazu.

Den deutschen Formel-1-Fans ist Herbert vor allem als Teamkollege von Michael Schumacher ein Begriff: 1995 fuhr er bei Benetton neben dem Rekordweltmeister, holte in Silverstone und Monza zwei Grand-Prix-Siege, weil Schumi jeweils mit Dauerrivale Damon Hill crashte.
1999 kam für Herbert noch ein dritter dazu: Sensationell gewann er im unterlegenen Stewart-Ford eine Wetterlotterie auf dem Nürburgring.
Herbert gründet Podcast nach TV-Aus
Im Anschluss an die Saison 2000 beendete der heute 58-Jährige seine F1-Laufbahn nach 161 Grand-Prix-Starts. Sein Karriere-Highlight feierte Herbert allerdings im Sportwagen: 1991 gewann er die 24 Stunden von Le Mans für Mazda.

Bereits in jungen Jahren galt Herbert als Supertalent, dem britischen Formel-3-Meister wurde eine große Zukunft im Motorsport vorausgesagt: Bei einem schlimmen Unfall in Brands Hatch 1988 zertrümmerte er sich jedoch beide Beine. Herbert schaffte es danach trotzdem noch in die Formel 1, konnte sein Talent aber nie wieder so ganz aufblitzen lassen.
Nach seinem bitteren Aus bei Sky hat der Brite nun einen Motorsport-Podcast gegründet, gemeinsam mit Billy Monger: Dem Formel-4-Piloten wurden nach einem Horrorcrash 2017 beide Beine amputiert – ein Schicksal, das Herbert nach seinem eigenen schweren Unfall zum Glück erspart blieb.
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Formel 1: Fahrer-Wertung
Stand nach 3 von 23 Rennen
1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 69 Pkt.
2. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 54
3. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin 45
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 38
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 20
6. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 20
7. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 18
8. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 8
9. Nico Hülkenberg (Emmerich) – Haas 6
10. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 6
Formel 1: Konstrukteurs-Wertung
Stand nach 3 von 23 Rennen
1. Red Bull 123 Pkt.
2. Aston Martin 65
3. Mercedes 56
4. Ferrari 26
5. McLaren 12
6. Alpine 8
7. Haas 7
8. Alfa Romeo 6
9. Alpha Tauri 1
10. Williams 1