Formel 1

Falsche Ferrari-Analyse sorgt für Hamiltons Probleme

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Bahrain 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari
Alex Warneke
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Ferrari glaubte, Lewis Hamilton fahre ähnlich wie Charles Leclerc. Ein folgenschwerer Irrtum, der die Saison 2025 prägt.

Als Ferrari im Februar 2024 die Verpflichtung von Lewis Hamilton bekanntgab, schien der Transfer ein Coup für die Scuderia. Ein Jahr lang hatte man Zeit, sich auf den siebenfachen Weltmeister vorzubereiten. Doch offenbar ging die Analyse seiner Fahrweise daneben.

Hat Ferrari Hamiltons Fahrstil falsch bewertet?

Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, nahm Ferrari bei der Entwicklung des SF-25 an, Hamiltons Stil sei dem von Teamkollege Charles Leclerc ähnlich. Beide würden eine starke Vorderachse bevorzugen und Übersteuern mit sensibler Gaspedalarbeit kontrollieren, so die Annahme in Maranello. Doch diese Einschätzung erwies sich als falsch.

Der Brite kämpft seit Saisonbeginn mit einem unruhigen Heck, wie auch Ralf Schumacher analysierte: „Hamilton kann mit einem nervösen Heck nicht umgehen.“ Während Leclerc konstant punktet und bereits fünf Podestplätze geholt hat, wirkt der Neuankömmling nach mehr als einem halben Jahr immer noch fremd im Ferrari. Onboard-Aufnahmen und Funknachrichten belegen seine Schwierigkeiten.

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Ungarn 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Das Problem verschärfe sich laut Gazzetta dadurch, dass die Datenteilung innerhalb des Teams kaum funktioniere. Die Rückmeldungen des Ex-Mercedes-Piloten unterscheiden sich demnach so sehr von Leclercs, dass man sie kaum produktiv vergleichen könne. Damit stellt sich auch die Frage, wie Ferrari den Wagen für 2026 entwickelt: Stellt man sich klar hinter Leclerc, oder versucht man einen Kompromiss, der womöglich keinem Fahrer entgegenkommt?

Set-up-Problem für den Rekordweltmeister

Doch damit nicht genug. Hinzu kommt auch noch ein technisches Hindernis: Hamilton beklagte zuletzt die limitierten Basis-Setups im Ferrari-Simulator. Gerade bei seiner intensiven Suche nach Lösungen stößt er dort an Grenzen, während Leclerc mit seinem vertrauten Stil profitiert.

Für den Rekordweltmeister, der seinen Vertrag bis 2027 verlängern könnte, sind die Aussichten damit trüb. Sollte Ferrari die Probleme nicht in den Griff bekommen, könnte der historische Wechsel schneller an Glanz verlieren, als den Italienern lieb ist.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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