Formel 1

Marko bereut Hülkenberg-Absage

Formel 1 Nico Hülkenberg Podest Sauber Silverstone 2025
Nico Hülkenberg. Credit: Andy Hone/LAT Images/Sauber

Nächstes Lob für Nico Hülkenberg: Diesmal verrät Helmut Marko, dass der Deutsche auch auf Red Bulls Zettel stand.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Nächstes Lob für Nico Hülkenberg: Diesmal verrät Helmut Marko, dass der Deutsche auch auf Red Bulls Zettel stand.

Von wegen Karriere-Oldie! Mit seinem ersten Podium beim Großen Preis von Großbritannien hat Nico Hülkenberg nach 239 Rennen Formel-1-Geschichte geschrieben – und sich nicht nur bei den Fans Sympathien erarbeitet.

Auch Red Bulls Chefberater Helmut Marko, normalerweise einer der kritischeren Zeitgenossen, zollt dem Sauber-Piloten Respekt. „Dass Hülkenberg es nach 239 Rennen noch aufs Podium geschafft hat, dazu kann man ihm nur gratulieren. Er hat viel Sympathien im Fahrerlager“, erklärt der Österreicher gegenüber oe24.at.

Marko verrät dabei auch, dass „der Hulk“ in der Vergangenheit durchaus ein Kandidat für ein Red-Bull-Cockpit gewesen sei. „Bevor wir Perez genommen haben, haben auch mit ihm gesprochen“, so der 81-Jährige. 

Formel 1 Helmut Marko Red Bull Abu Dhabi 2024
Dr. Helmut Marko. Credit: Red Bull Content Pool

Doch damals entschied sich der Rennstall für den Mexikaner. Markos Begründung: „Checo hat damals gewonnen, Hülkenberg hat zu der Zeit Rennen weggeschmissen.“ Wobei das nicht ganz stimmt, denn Hülkenberg war im Jahr 2020 nur als Ersatzpilot im Einsatz. Das Problem: Im Gegensatz zu Perez, der in Bahrain im Racing Point gewann, konnte er sein Können nicht permanent unter Beweis stellen und geriet so zunehmend aus Red Bulls Visier.

Marko: „Hülkenberg ist viel besser geworden“

Immerhin: Heute klingt Markos Aussage fast ein bisschen nach Reue: „Jetzt ist Hülkenberg viel besser geworden. Je älter er wird, desto weniger Fehler macht er. Deswegen hat er auch einen guten Vertrag bei Audi“, so Marko mit einem Augenzwinkern – und dem gewohnt markanten Nachsatz: „Im Nachhinein ist man eben immer gscheiter.“

Formel 1 Nico Hülkenberg Podest Sauber Silverstone 2025
Nico Hülkenberg. Credit: Glenn Dunbar/LAT Images/Sauber

Der Emmericher, der in Silverstone von ganz hinten auf Platz drei fuhr, wird steht bei Sauber unter Vertrag und geht ab 2026 im neuen Audi-Werksteam an den Start. Red Bull fährt aktuell mit Yuki Tsunoda – und ist mit dem Japaner nicht wirklich zufrieden. Doch wer weiß: Vielleicht denkt man in Milton Keynes künftig doch noch mal über einen Routinier mit deutscher Präzision nach.

Allein: Nicht nur Red Bull hatte den Rheinländer einst auf dem Radar. Auch Ferrari hatte Interesse an Hülkenberg, legte ihm 2013 sogar schon einen ausverhandelten Vertrag vor. Bereits damals hatte er sich mit guten Leistungen im Sauber auf die Kandidatenliste als Ersatz für Felipe Massa gefahren. Doch am Ende entschied sich der damalige Teamchef Stefano Domenicali (heute F1-Boss) für Kimi Räikkönen.

Fest steht: Hülkenberg kann sein spätes Karrierehoch auch zwei Tage nach dem Podium genießen. Und die leise Anerkennung von Helmut Marko dürfte ihm dabei besonders schmecken.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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