Forst statt Formel 1: Helmut Marko verrät, dass er von Sebastian Vettel regelmäßig Bücher bekommt und ihre Meinungen beim Thema „Wald“ auseinandergehen.
Helmut Marko und Sebastian Vettel stehen auch nach der gemeinsamen Formel-1-Zeit weiter in Kontakt – heute allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Interview auf dem Youtube-Kanal von F1-Insider verriet der frühere Red-Bull-Berater, dass sich viele Gespräche mit seinem einstigen Schützling inzwischen um Wald und Landwirtschaft drehen.
„Darüber führen wir mehrere Gespräche. Ich bekomme dann immer wieder Bücher von ihm“, sagt Marko. Inhaltlich treffen dabei unterschiedliche Meinungen aufeinander. „Wir liegen da von den Ansichten weit auseinander, wie ein Wald gepflegt werden soll. Er will den Wald, so wie er ist, lassen, und greift nicht einmal ein, wenn Käferbäume da sind, während ich eine nachhaltige Waldpflege mache.“
Hintergrund: Sebastian Vettel hat nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich absolviert. Der vierfache Weltmeister nahm an einem Kurs in einem Berufsbildungszentrum der der Schweiz teil – und hat diesen inzwischen bestanden. Damit erfüllt er die Voraussetzungen, einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen.
Vettel und Marko mit eigenen Waldflächen
Schon seit 2010 lebt Vettel auf einem schweizerischen Anwesen. Zu seinem Grundbesitz gehören neben Wohngebäuden auch Wiesen-, Wald- und Bachflächen. In Interviews erklärte der gebürtige Heppenheimer, warum ihn dieser Weg reizt: „Das Potenzial in der Landwirtschaft fasziniert mich, auch für das Klima, für die Veränderungen und Herausforderung, vor der wir alle stehen.“
Auch Marko selbst ist mit dem Thema eng verbunden. Der Österreicher besitzt Waldflächen in seiner steirischen Heimat und verfolgt dort einen aktiven Ansatz der Bewirtschaftung. Genau hier treffen zwei unterschiedliche Philosophien aufeinander, die naturbelassene Sicht Vettels und Markos Verständnis von nachhaltiger, eingreifender Forstpflege.
Aus dem früheren Fahrer-Mentor-Verhältnis ist damit ein fachlicher Austausch auf Augenhöhe geworden – inklusive Leseliste.
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