Mit Hilfe von Verstappens Windschatten schrieb Bottas 2016 Geschichte: 378 km/h in Baku, bis heute der spektakulärste Rekord der Formel 1.
Es war der 19. Juni 2016 in Baku, beim Europa-Grand-Prix auf dem neu geschaffenen Stadtkurs. Während die F1-Welt noch über die engen Gassen am Kaspischen Meer staunte, schrieb Valtteri Bottas mit seinem Williams FW38 Geschichte und ausgerechnet Max Verstappen spielte dabei eine entscheidende Rolle.
Verstappen als Zugmaschine
Auf der mehr als zwei Kilometer langen Vollgas-Passage zwischen Kurve 16 und der ersten Schikane hing Bottas im Qualifying im Windschatten vom Red Bull des damals 18-jährigen Verstappen. Die perfekte Zugmaschine, gepaart mit einem radikal auf Top-Speed abgestimmten Williams, sorgte für eine Zahl, die bis heute unerreicht geblieben ist: 378 km/h.

Zunächst zeigte die Geschwindigkeitsmessung am Ende der langen Geraden „nur“ 366 km/h. Doch die Williams-Ingenieure bestätigten später den wahren Wert: Bottas erreichte 378 km/h, bevor er für die erste Kurve lupfen musste und übertraf damit Juan Pablo Montoyas Rekord von 372,6 km/h aus dem Jahr 2005 in Monza.
Bottas selbst nahm es mit Humor: „Schneller als schnell, flinker als flink: Ich bin Valtteri, der Blitz“, witzelte er damals in Anlehnung an den Pixar-Helden Lightning McQueen. Doch in Wahrheit hatte er sich damit den bis heute spektakulärsten Geschwindigkeitsrekord der Formel 1 gesichert.
Wann wackelt der Rekord?
Ob Verstappen wusste, dass er mit seiner Position auf der Strecke indirekt zu diesem Meilenstein beitrug? Wahrscheinlich nicht. Für Bottas war es jedenfalls das perfekte Timing, ein paar Sekunden später oder früher, und der Rekord wäre nie zustande gekommen.
Neun Jahre später, 2025, gilt die Marke noch immer. Mit den schwereren Autos der aktuellen Generation scheint ein Angriff unmöglich. Doch ab 2026, wenn die neue Reglement-Ära mit kleineren, agileren Boliden startet, könnte die Bottas-Schallmauer ins Visier geraten.
Bis es so weit ist, bleibt Bottas der König der Höchstgeschwindigkeit, dank eines Windschattens von Max Verstappen.
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