McLaren-Boss Zak Brown schießt erneut gegen Christian Horner und macht Netflix für dessen Wandel verantwortlich.
Ex-Red Bull-Teamchef Christian Horner und McLaren-Boss Zak Brown – das war über viele Jahre eines der spannendsten Duelle neben der Strecke in der Formel 1.
Was als sportlicher Wettkampf begann, wurde spätestens durch den Netflix-Hit Drive to Survive zur öffentlichkeitswirksamen Dauerfehde. Nun stichelt McLaren-Geschäftsführer Brown erneut – und erhebt schwere Vorwürfe gegen den langjährigen Red-Bull-Boss.
Im Gespräch mit dem britischen Telegraph erinnert Brown daran, dass Horner und er einst freundschaftlich verbunden waren: „Ich kenne Christian seit mehr als 30 Jahren. Wir haben uns früher gut verstanden. Seine Ergebnisse sind erstaunlich. Also, Hut ab. Aber er hat sich verändert.“

Brown: Ruhm hat Horner verändert
Für Brown ist klar, was daran schuld ist: der Ruhm. „Ich glaube, der Ruhm durch Drive to Survive, das Geld, der Ruhm – das alles ist ihm ein bisschen zu viel geworden.“
Die Netflix-Serie hat die Formel 1 in den USA explodieren lassen – und Teamchefs wie Horner, Günther Steiner oder Toto Wolff zu globalen Celebrities gemacht. Doch laut Brown hat dieser Popularitätsschub einen Preis.
Ausgewirkt habe sich das auch auf die Arbeitsatmosphäre zwischen den beiden Kampfhähnen. Brown: „Es gibt Fahrer, die dich mit zwei Rädern neben die Strecke drängen – das ist okay. Aber vier Räder daneben? Das ist nicht okay. Ich bin ein ‚Zwei-Räder-daneben-Typ‘. Christian ist ein ‚Vier-Räder-daneben-Typ‘.“
Brown wirft Horner Unruhe-Stiftung vor
Der US-Amerikaner wirft Horner vor, bewusst Unruhe gestiftet zu haben – mit Anschuldigungen, die er selbst nicht ernst gemeint habe. „Es war einfach dazu gedacht, uns zu stören.“
Brown hat gut reden: Während er selbst in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge Konstrukteurs-Weltmeister wurde, ist Horner seinen Job los. Im Sommer wurde er zunächst durch Laurent Mekies ersetzt, verließ Red Bull im September dann endgültig. Über ein Comeback bei einem anderen Team wird immer wieder spekuliert.
Brown dürfte dazu eine klare Meinung haben.
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