Bei McLaren brodelt es: WM-Leader Oscar Piastri fühlt sich nach mehreren teaminternen Entscheidungen benachteiligt – und nun sorgen Aussagen aus einem Gerichtsverfahren für zusätzlichen Zündstoff. IndyCar-Star Alex Palou behauptete, McLaren-Boss Zak Brown habe ihm einst gesagt, die Verpflichtung von Piastri sei nicht seine Entscheidung, sondern die des damaligen Teamchefs Andreas Seidl gewesen.
Diese Aussage ließ viele aufhorchen, zumal Piastri zuletzt offen seinen Unmut über die Teamtaktik in Singapur äußerte. Nach einer Kollision mit Teamkollege Lando Norris funkte der Australier: „Das war nicht fair.“ Das Team griff jedoch nicht ein und seitdem wächst der Eindruck, dass im Team nicht alle mit gleichen Mitteln kämpfen dürfen.

McLaren-CEO Brown über Behauptung: „völlig absurd“
Auch deshalb schlug Palous Aussage wie ein Blitz ein: Wollte Brown den Australier vielleicht gar nicht? Oder gab es von Anfang an Zweifel am Shootingstar?
Der US-Amerikaner reagierte nun deutlich und widersprach im Gespräch mit Reuters entschieden:
„Ich bin mir nicht sicher, welche Behauptung mich mehr amüsiert: Dass ich nicht über unsere Fahreraufstellung entscheiden würde, oder dass ich nicht hinter der Verpflichtung von Oscar Piastri stand. Beide Anschuldigungen sind völlig absurd.“
Weiter erklärte Brown: „Wir haben mit Oscar und Lando das beste Fahrerduo der Formel 1. Ich könnte nicht glücklicher sein über ihre Leistungen und ihren Sportsgeist. Ich freue mich auf großartiges Racing in den letzten Saisonrennen.“
Situation bleibt angespannt
Hinter den Kulissen war Andreas Seidl zwar tatsächlich treibende Kraft bei Piastris Wechsel von Alpine zu McLaren im Jahr 2022, doch Browns Aussagen zeigen, dass er die Spekulationen um seine Rolle entschieden beenden will.
Währenddessen bleibt die Stimmung beim britischen Traditionsrennstall angespannt. Piastri, dessen Manager Mark Webber selbst einst als „Nummer 2“ bei Red Bull galt, will mit seinem aktuellen Schützling nicht in dieselbe Falle tappen. Und so könnte aus der Frage, wer bei McLaren wirklich das Sagen hat, schon bald ein handfester Machtkampf werden.
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