Formel 1

Kein Platz bei Mercedes? Wolff bremst Verstappen-Gerüchte ein

Formel 1 Toto Wolff Mercedes 2025
Toto Wolff. Credit: Jiri Krenek / Mercedes

Mercedes spielt auf Zeit: Trotz aller Spekulationen um einen vorzeitigen Wechsel von Max Verstappen sieht Teamchef Toto Wolff aktuell keinen akuten Handlungsbedarf.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mercedes spielt auf Zeit: Trotz aller Spekulationen um einen vorzeitigen Wechsel von Max Verstappen sieht Teamchef Toto Wolff aktuell keinen akuten Handlungsbedarf.

Seit Wochen brodelt die Gerüchteküche: Verlässt Weltmeister Max Verstappen sein Red-Bull-Team früher als gedacht? Als potentielles Haupt-Ziel des Niederländers gilt Mercedes. Doch kurz vor dem Grand Prix von Belgien in Spa versucht deren Teamchef Toto Wolff die Spekulationen auszubremsen.

„Ich denke nicht, dass es große Überraschungen geben wird“, erklärt der Österreicher im ORF-Interview. Demnach plant Mercedes Stand jetzt mit seiner aktuellen Fahrer-Paarung George Russell und Nachwuchshoffnung Andrea Kimi Antonelli – und eben nicht mit Verstappen.

Kein Verstappen? Mercedes setzt auf Kontinuität

Wolff betont: „Die Fahrtrichtung ist, dass wir mit George und Kimi weitermachen wollen. Das ist erste Priorität.“

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Kanada 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Gespräche über die Saison 2026 laufen bereits, eine Entscheidung könnte schon an oder nach diesem Belgien-Wochenende fallen.

Auffällig dabei: Wolff zeigt für einen Firmenlenker ungewöhnlich viel Verständnis für die Situation seiner Angestellten. „Die Fahrer müssen auch wissen, woran sie sind“, räumt er ein. „Wir haben immer versucht, uns früh festzulegen – und das werden wir auch diesmal tun.“

Echte Absage an Verstappen?

Allein: Ist das wirklich eine echte Absage an Verstappen? Mitnichten! Denn Wolff räumt auch ein, dass man an einem Topfahrer wie dem Niederländer „nicht einfach vorbeischauen“ könne.

Und wer seine Aussagen richtig liest, stellt schnell fest: Der Wiener Schlawiner lässt die Tür für Verstappen weit offen. Denn sich früh festzulegen heißt nicht, dass diese Entscheidung nicht auch den viermaligen Weltmeister beinhalten kann. Hintergrund: Wenn Verstappen Red Bull in Richtung Mercedes verlassen will, müsste er nach dem GP Belgien in Spa ohnehin eine entsprechende Vertragsklausel ziehen.

Wolff kontert Fake-Fotos aus dem Urlaub

Was die Aussagen vielmehr zeigen: Der Österreicher will Ruhe in sein eigenes Mercedes-Team bringen und wehrt sich deshalb auch gegen gefakte Urlaubsfotos in den sozialen Medien, die ihn und Verstappen beispielsweise zusammen im Privatjet zeigen sollten.

Formel 1 Toto Wolff Mercedes
Toto Wolff. Credit: Stephen Reuss / Mercedes

„Neu ist, dass die Leute jetzt Fotocollagen mit Flugzeugen machen“, kontert Wolff. „Nur weil man in der Nähe voneinander urlaubt, heißt das nicht, dass man zusammenarbeitet.“

Noch jedenfalls nicht.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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