Nico Rosberg verrät, warum Michael Schumacher im Regen so stark war. Bruder Ralf erklärt, wie dieses besondere Gefühl fürs Fahren entstanden ist.
Er ist der bislang letzte deutsche Formel-1-Weltmeister: Nico Rosberg holte sich 2016 den Titel – vier Jahre zuvor saß er noch gemeinsam mit Michael Schumacher im Mercedes-Cockpit. Von 2010 bis 2012 fuhren die beiden für das Werksteam, Rosberg konnte aus nächster Nähe beobachten, was den „Regenkönig“ auszeichnete. Jetzt hat der heutige TV-Experte ein spannendes Detail über Schumachers Fahrstil im Regen verraten.
„Michael hat wirklich phänomenale Sachen im Regen gemacht. Manchmal habe ich auf die Daten geschaut und mich gefragt: ‚Wie ist das menschlich möglich, was er da macht?’“, sagte Rosberg bei Sky. „Er hat es geliebt, mit Gas und Bremse gleichzeitig wie im Gokart zu spielen. Das war schon stark.“

Rosberg über die mentalen Fähigkeiten von Schumacher
Doch nicht nur die Technik beeindruckte den Sohn von Keke Rosberg, sondern auch die mentale Herangehensweise des Rekordweltmeisters an wechselhafte Bedingungen. „Im Regen brauchst du eine unglaubliche Präsenz und Anpassungsfähigkeit.“
Anders als im Trockenen verändern sich die Bedingungen im Nassen von Kurve zu Kurve immens. „Du musst dich immer wieder neu anpassen und lernst schnell dazu. Das war von Michael eine große Stärke – im Moment zu sein, alles im Kopf zu speichern und jede Runde wieder etwas besser zu machen.“
Auch Michaels Bruder Ralf Schumacher sieht die Wurzeln dieser Stärke in der gemeinsamen Kindheit auf der Kartbahn: „Wir hatten das große Glück, auf einer Kartbahn aufgewachsen zu sein. Da waren wir jeden Tag, sind auch viel im Regen gefahren“, so der sechsfache GP-Sieger. „Und da entwickelt man auch das spielerische Gefühl für solche Wetterbedingungen.“
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