Mick Schumacher kämpft weiter um ein Comeback in der Königsklasse. Der Deutsche verhandelt mit dem Neueinsteiger Cadillac – doch die Konkurrenz ist groß.
Die Hoffnung lebt: Mick Schumacher will zurück in die Formel 1. Zwei Jahre nach seinem Aus bei Haas bestätigt der 26-Jährige jetzt Gespräche mit dem künftigen Neueinsteiger Cadillac – und hofft, dass sich 2026 das vielleicht letzte Türchen für seine Karriere in der Königsklasse öffnet.
„Ja, natürlich laufen Gespräche“, sagte Schumacher am Rande des WEC-Rennens in Sao Paulo gegenüber Motorsport.com Brasil und bezeichnete die bisherigen Verhandlungen als „sehr positiv“.
Für ihn sei Cadillac „ein unglaubliches Projekt“ und „eine großartige Geschichte“, schwärmt der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher. „Es ist eine Ehre, Teil der Gespräche zu sein und in dieser Position zu sein.“
Cadillac: Ein Team und viele Bewerber
Cadillac steigt 2026 als elftes Team in die Formel 1 ein und sucht aktuell nach Fahrern für die Premiere-Saison. Teamchef Graeme Lowdon bestätigte im High Performance Podcast: „Ja, wir sprechen mit Mick.“ Allerdings macht er auch klar: „Jeder will dieses Cockpit. Wir sprechen mit allen Kandidaten, die auf dem Markt sind.“
Schumacher ist also nicht der einzige im Rennen. Hoch gehandelt wird auch Sergio Perez, der nach seinem Rauswurf bei Red Bull eine Auszeit einlegt, aber für 2026 wieder angreifen will – auch mit frischem Geld von Mexikos Telekommunikations-Mogul Carlos Slim. „Checo“ bringt mit 281 Grands Prix und sechs Siegen Erfahrung mit, die gerade für ein neues Team wie Cadillac wichtig sein könnte.

Max Verstappen stellt seinem Ex-Teamkollegen jedenfalls ein gutes Zeugnis aus: „Er war immer stark, gerade in schwierigen Situationen. Für ein neues Team wäre er absolut eine gute Wahl.“ Auch Ex-Red-Bull-Sportdirektor Jonathan Wheatley lobte Perez kürzlich als „großartige Persönlichkeit“, die Teams besser mache: „Er fordert dich positiv heraus – und das ist genau die Mentalität, die du brauchst.“
Mercedes-Reservepilot Valtteri Bottas gilt ebenfalls als möglicher Kandidat auf ein Cockpit, verhandelt aber intensiv auch mit Alpine.
Mick Schumacher bleibt dran
Schumacher weiß, dass die Konkurrenz hart ist. Doch für Cadillac dürfte auch seine Bekanntheit als Schumacher-Sohn ein Argument sein: Kaum ein anderer Fahrer zieht medial so viel Aufmerksamkeit auf sich.
Einen Namen jedenfalls strich Teamchef Lowdon bereits von seiner Liste: Daniel Ricciardo. „Er hat öffentlich gesagt, dass er kein Interesse an der Formel 1 hat“, so Lowdon. „Wenn ich jemanden überzeugen muss, ins Auto zu steigen, dann ist er der Falsche.“
Fest steht: Für Mick Schumacher könnte Cadillac die vielleicht letzte realistische Chance sein, sich dauerhaft in der Formel 1 zu etablieren. Er selbst bleibt optimistisch: „Ich bin froh, dass ich in Gesprächen bin und meine Möglichkeiten habe.“
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