Formel 1

Mick Schumacher: Steiner überrascht mit Cadillac-Ansage

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Mick Schumacher. Credit: Germain HAZARD / DPPI / Alpine
Bianca Garloff
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Günther Steiner sorgt mal wieder für Gesprächsstoff: Ausgerechnet der Mann, der Mick Schumacher einst bei Haas vor die Tür setzte, sieht nun gute Chancen für ein Comeback des Deutschen bei Cadillac.

Was eine Kehrtwende im Denken des Günther Steiner! Der ehemalige Haas-Teamchef traut Mick Schumacher ein Formel-1-Comeback bei Cadillac zu – obwohl er es war, der den Deutschen einst bei Haas vor die Tür setzte.

Günther Steiner und Mick Schumacher – das war eine der unschöneren Geschichten der Formel 1 der letzten Jahre. Der Südtiroler machte Schumacher junior beim Haas-Team nach der Saison 2022 für Fehler und Kosten verantwortlich, setzte ihn eiskalt vor die Tür und holte Nico Hülkenberg.

Doch nun, drei Jahre später, überrascht Steiner mit ungewohnt warmen Worten über seinen einstigen Schützling.

Steiner: Mick Schumacher hat gute Chancen

Im Interview mit RTL sagt der frühere Haas-Teamchef: „Ich glaube, Mick hat gute Chancen.“ Gemeint ist der zweite Cadillac-Platz in der Formel 1 ab 2026, für den auch Schumacher auf der Shortlist steht. Im ersten Auto des US-Neueinsteigers soll aller Voraussicht nach ein Routinier Platz nehmen – Sergio Perez oder Valtteri Bottas.

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Mick Schumacher und Günther Steiner. Credit: Haas F1 Team Twitter

Steiner betont: „Cadillac braucht einen Fahrer mit Erfahrung in der Formel 1 und es gibt derzeit nicht viele Fahrer, die keinen Job haben, aber schon mal Formel 1 gefahren sind.“ Außerdem sei Mick „ein sehr netter Mensch“ und habe „viel über ein gutes großes Team gelernt“ – immerhin sei er bei Mercedes als Testfahrer tief in die Abläufe eines Topteams eingebunden gewesen. „Dieses Wissen, wie ein erfolgreiches Team funktioniert, könnte Cadillac helfen“, so Steiner.

Steiner glaubt nicht an US-Boy im Cadillac

Ganz nebenbei ließ der Südtiroler auch durchblicken, dass er nicht an einen US-Piloten bei Cadillac glaubt: „Ich denke eher nicht, dass sie einen US-Fahrer nehmen, weil das Risiko einfach zu groß ist. Die Jungs haben in der Formel 1 keine Erfahrung und dann kann das schnell nach hinten losgehen. Das hilft niemandem.“

Doppelzüngig bleibt es trotzdem: Schließlich war es ausgerechnet Steiner, der Mick bei Haas keine Chance mehr geben wollte – und den Sohn von Michael Schumacher jetzt plötzlich lobt. Ob der Ex-Teamchef schon mehr weiß?

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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