Große Bühne, große Hoffnung: Alpine zeigt die A526 und setzt auf Mercedes-Power.
Kommende Woche legt die Formel 1 mit den Testfahrten in Barcelona los, Alpines neue A526 hat aber schon am Freitag im Hafen der spanischen Metropole angelegt: Mit einer großen Show auf dem Kreuzfahrtschiff MSC World Europa haben die Franzosen ihr Auto für die Saison 2026 enthüllt.
Allein: Am grundsätzlichen Auftritt hat Alpine für 2026 nur behutsam gefeilt. Blau bleibt die Leitfarbe, dazu kommt erneut das markentypische Rosa von Sponsor BWT. Auch wenn am Freitag offiziell lediglich die Lackierung des A526 gezeigt wurde, hat die neue Alpine seine Feuertaufe auf der Strecke bereits hinter sich. Schon zwei Tage zuvor absolvierte Pierre Gasly bei einem Shakedown in Silverstone die ersten Kilometer im neuen Auto.
Alpine wechselt auf Mercedes

Klar ist: Für Alpine ist 2026 die Saison der Wahrheit. Die Regelrevolution in der Königsklasse ist auf Jahre hinweg die große Chance, um den Anschluss zur Spitze herzustellen. Star des Teams sind aber weder das Auto noch die Fahrer, sondern zweifelsohne der schillernde Teamchef Flavio Briatore: Der einstige Schumi- und Alonso-Macher soll Alpine nach turbulenten Jahren wieder in ruhigere Gewässer führen.
Sein bisher größter Coup: Die Einstellung des hauseigenen Motorenprogramms und der Wechsel zu Mercedes-Power für 2026. Als Vorbild dient dabei McLaren, die mit Aggregaten der Stuttgarter zuletzt zweimal als Kundenteam die Konstrukteurs-WM gewinnen konnten – also jene Wertung, in der Alpine am Ende der vergangenen Saison abgeschlagen auf dem letzten Platz landete.
Briatore redet Klartext
Doch für 2026 liegen die Karten deutlich besser, denn die Experten im Fahrerlager prophezeien Mercedes für das neue Reglement auf Motorenseite eine Vormachtstellung. Gut möglich also, dass sich Briatore einmal mehr als alter Fuchs erweist, und sein harter Call als Glücksgriff und günstige Eintrittskarte in die Top-4.

„Heute beginnt ein neues Kapitel für Alpine“, so Briatore. „Solche großen Veränderungen sind in unserem Sport eher selten und haben das Potenzial, die Wettbewerbsordnung durcheinander zu bringen.“ Sein Klartext: „Wenn dieses Auto schlecht ist, ist es unser Fehler. Wir hatten alle Möglichkeiten.“
Als Fahrer bleibt nicht nur Routinier Pierre Gasly mit an Bord, auch Franco Colapinto kriegt trotz überschaubarer Leistungen dank seiner zahlungskräftigen argentinischen Sponsoren eine weitere Chance, sich in der Königsklasse zu beweisen.
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