Formel 1

Neuer Haas VF-26: Toyotas Formel-1-Comeback durch die Hintertür

Formel 1 Haas VF-26 2026
Haas VF-26. Credit: Haas

Haas zeigt den VF-26: Mehr Weiß, neuer Name und Toyota als Titelpartner prägen den Auftritt für 2026.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Haas zeigt den VF-26: Mehr Weiß, neuer Name und Toyota als Titelpartner prägen den Auftritt für 2026.

Haas setzt 2026 deutlich stärker auf Weiß. Der US-Rennstall hat das Design seines neuen Autos vorgestellt und dabei gleich ein Signal gesendet: Mit dem Einstieg von Toyota Gazoo Racing als Titelpartner ändert sich nicht nur der Name, sondern auch der Look. Aus Haas wird TGR Haas F1 Team – Toyota ist durch die Hintertür zurück in der Formel 1.

Formel 1 Haas VF-26 2026
Haas VF-26. Credit: Haas

Grundsätzlich bleibt Haas der bekannten Farbpalette treu: Schwarz, Weiß und Rot. Doch im Detail ist der Wandel klar zu sehen. Vor allem die Motorabdeckung, zuletzt noch überwiegend schwarz, ist nun fast komplett weiß lackiert. Genau dort prangt auch prominent das Toyota-Gazoo-Racing-Logo – ebenso auf dem Frontflügel. Der neue Partner ist also nicht zu übersehen.

Haas präsentiert den VF-26 ohne Show

Eine große Show gab es diesmal nicht. Anders als Red Bull oder die Racing Bulls verzichtete Haas auf ein Event und präsentierte den VF-26 klassisch per Online-Launch mit Renderings und Pressemitteilung. „Es fühlt sich fast ein bisschen surreal an, so früh im Jahr ein neues Auto vorzustellen“, erklärt Teamchef Ayao Komatsu.

Formel 1 Haas VF-26 2026
Haas VF-26. Credit: Haas

Bereits in der kommenden Woche stehen in Barcelone die ersten Testfahrten an. Der Zeitdruck ist enorm. Komatsu betont, dass sich das Team bereits voll auf die Shakedown-Woche konzentriert. Zwischen Saisonende und erstem Test sei extrem viel Arbeit in kurzer Zeit angefallen. Auch deshalb gehe es zunächst weniger um große Ankündigungen als darum, möglichst vorbereitet auf die Strecke zu kommen. 

Ocon und Bearman bleiben gesetzt

Fahrerisch geht Haas mit Kontinuität in die neue Ära. Esteban Ocon bestreitet 2026 bereits seine zehnte Formel-1-Saison, Oliver Bearman geht in sein zweites Jahr als Stammfahrer. Ocon bringt Erfahrung aus 180 Grands Prix mit, darunter sein Sieg für Alpine in Ungarn 2021. Bearman sorgte im Vorjahr mit Rang vier in Mexiko für Aufsehen.

Formel 1 Haas VF-26 2026
Haas VF-26. Credit: Haas

Beide wissen, was auf sie zukommt. Die Regelreform 2026 gilt als eine der größten in der Geschichte der Formel 1. Bearman spricht von einem kompletten Neuanfang, Ocon von der wohl größten Umstellung seiner Karriere. Alles müsse neu gelernt werden – Erfahrung könne dabei helfen, garantiere aber nichts.

Fazit

Haas setzt 2026 auf Evolution statt Revolution – zumindest optisch. Mehr Weiß, klarere Linien und ein starker neuer Partner an der Seite. Der VF-26 wirkt aufgeräumter, moderner und deutlich internationaler. Sportlich bleibt abzuwarten, ob Toyota mehr als nur einen Namenszug liefert. 

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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