Vom Elften zum Letzten: Nico Hülkenberg erlebte in Singapur ein Rennen zum Vergessen – und erklärt, wie es zu seinem Dreher kam.
Statt Punktejubel nur Frust: Nico Hülkenberg erlebte beim Großen Preis von Singapur ein bitteres Formel-1-Rennen. Nach dem elften Platz im Qualifying lief am Sonntag für den Sauber-Piloten nichts mehr zusammen. Am Ende landete der Emmericher auf dem letzten Platz.
„Ja, mühsam, kein sehr positives, gutes Rennen“, lautete sein ernüchterndes Fazit bei Sky. Der Schlüssel zum Desaster: ein Dreher in Runde 45 hinter Alpine-Pilot Franco Colapinto, unmittelbar nachdem Hülkenberg aus der Box gekommen war.
Hülkenberg war von Colapinto überrascht
Wie es dazu kam, erklärte der 37-Jährige selbstkritisch: „Ich glaube, er hat viel, viel früher gebremst oder ist gefühlt 100 Meter vor dem normalen Bremspunkt vom Gas gegangen“, so Hülkenberg über Colapinto. Ganz ohne Eigenanteil sieht er den Vorfall jedoch nicht: „Das ist das Problem mit unserem Auto: Wenn wir nah an einen Gegner kommen, verliert die Hinterachse an Downforce.“
In der Situation blockierte sie sogar. Hülkenberg schoss quer in die Auslaufzone: „Und ab da bin ich nur noch Passagier.“ Schon eine Runde zuvor war Hülkenberg mit Colapinto aneinandergeraten und hatte sich dabei den Frontflügel leicht beschädigt.
Auch strategisch lief es nicht rund. „Die müssen wir uns nochmal angucken. Dadurch, dass wir spät gestoppt haben, haben wir dann die Position verloren“, analysierte der 38-Jährige. „Da haben wir echt charakteristische Probleme. Ausgangs dieser langsamen Kurven kommen wir überhaupt nicht klar und können nicht dranbleiben. Und ja, der Rest, gar nicht erwähnenswert.“

Das sagt der Sauber-Teamchef
Teamchef Jonathan Wheatley sprang seinem Fahrer zur Seite: „Ausgehend von Startplatz elf glaube ich wirklich, dass wir heute das Potenzial hatten, Punkte zu holen. Ohne Safety-Cars verlief das Rennen hier ohne viele der üblichen Unwägbarkeiten. Wir werden das Wochenende gründlich analysieren, um daraus zu lernen.“
Für den einzigen deutschen Piloten im Feld gilt: Haken dran und auf Austin hoffen. Ganz erfolgslos verlässt er den Stadtstaat nicht. Nach sieben verlorenen Quali-Duellen konnte er sich am Samstag das erste Mal wieder gegen seinen Teamkollegen Gabriel Bortoleto behaupten.
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