Sergio Pérez teilt heftig gegen Red Bull aus. Der Mexikaner spricht vom „undankbarsten Job der Formel 1“ und erhebt schwere Vorwürfe gegen Teamchef Horner.
Sergio Pérez steht vor seinem Formel-1-Comeback mit Cadillac, doch mit Red Bull hat der Mexikaner noch nicht abgeschlossen. In einem Podcast rechnet der frühere Teamkollege von Max Verstappen schonungslos mit der internen Arbeitsweise des Rennstalls ab. Sein Fazit fällt vernichtend aus: Es sei völlig egal gewesen, wie er performte, zufrieden sei man bei Red Bull nie gewesen.
„Bei Red Bull war immer alles ein Problem“, sagte Pérez bei Oso Trava. „War ich schneller, war es ein Problem. War ich langsamer als Max, war es genauso ein Problem. Egal, was ich gemacht habe, es war nie richtig.“ Der 34-Jährige erklärt, dass er irgendwann begriffen habe, dass es weniger um Leistung als um eine festgelegte Rollenverteilung ging. „Ich habe verstanden, dass das einfach die Rahmenbedingungen waren. Also habe ich aufgehört, mich zu beschweren, und versucht, das Beste daraus zu machen.“
„Bei Red Bull Max‘ Teamkollege zu sein, ist der undankbarste Job“
Besonders brisant sind Pérez’ Schilderungen seines ersten Gesprächs mit Christian Horner. „Christian hat mir ganz offen gesagt: ‚Wir setzen zwei Autos ein, weil wir es müssen. Aber dieses Projekt ist für Max gebaut, er ist unser Talent.‘“ Pérez habe daraufhin klar gemacht, was er erwarte: „Ich habe ihm gesagt: ‚Das ist mir egal, solange ich bei der Entwicklung mitreden darf und eine echte Chance bekomme.‘“
Diese Hoffnung erfüllte sich aus seiner Sicht nie. Stattdessen habe sich alles immer stärker auf Verstappen fokussiert. „Ich saß vielleicht im besten Auto, aber in einem extrem komplizierten Team. Max’ Teamkollege zu sein, ist schon schwer. Aber bei Red Bull sein Teamkollege zu sein, das ist der undankbarste Job der ganzen Formel 1.“

Besonders deutlich wird Pérez, als er über sein letztes Gespräch mit Horner spricht. „Ich habe ihn gefragt: ‚Christian, was machst du, wenn es mit Liam nicht funktioniert?‘ Er sagte: ‚Dann gibt es noch Yuki.‘ Und ich fragte weiter: ‚Und wenn es mit Yuki auch nicht klappt?‘“ Die Antwort habe ihn sprachlos gemacht: „Er sagte nur: ‚Wir haben genügend Fahrer.‘ Da habe ich gesagt: ‚Du wirst sie alle verheizen.‘ Und er antwortete einfach: ‚Ja, ich weiß.‘“
Für Pérez ist klar: Das Problem lag nicht bei einzelnen Fahrern, sondern in der Vorgehenswiese des Rennstalls.
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