Paukenschlag bei Liberty Media: Strippenzieher John Malone gibt den Vorsitz ab. Ein alter Bekannter übernimmt – und soll den F1-Boom fortsetzen.
In der Formel-1-Chefetage steht ein Machtwechsel an. John Malone, seit Jahren Schlüsselfigur der F1-Promoterfirma, zieht sich zum Jahresende als Chairman von Liberty Media und Liberty Global zurück. Der 84-jährige US-Milliardär bleibt dem Unternehmen aber als „emeritierter Vorsitzender“ und strategischer Berater erhalten.
Der Nachfolger steht bereits fest: Robert R. „Dob“ Bennett. Ein Name, der Motorsport-Fans bislang kaum geläufig sein dürfte – in der Liberty-Welt dagegen alles andere als ein Unbekannter. Bennett ist seit Jahrzehnten Malones vertrauter Wegbegleiter und sitzt seit 1994 im Liberty-Vorstand, war zudem jahrelang Präsident und CEO.
Malone geht – mitten im Formel-1-Erfolgsrausch
Malone verabschiedet sich in einer Phase, in der die Formel 1 so stark dasteht wie lange nicht. 2016 übernahm Liberty Media die Königsklasse für rund 3,7 Milliarden Euro – heute ist der Wert der Rennserie deutlich höher.

Netflix-Doku, Social-Media-Push, US-Boom mit Las Vegas, Miami und Austin – unter Malone und Liberty wurde die F1 vom Europa-Zirkus zum globalen Entertainment-Produkt. In den USA erreicht die Serie heute Rekordeinschaltquoten und ein junges Publikum.
Malone zum Schritt: „Es ist ein geeigneter Zeitpunkt, mich von einigen Verpflichtungen zurückzuziehen.“ Gleichzeitig lobt er seinen Nachfolger als Partner „seit 35 Jahren“ und bleibt selbst als Großaktionär an Bord. Ein Signal: Die Marschrichtung soll bestehen bleiben.
Künftig führt Bennett ein Dreier-Team an der Spitze: Gemeinsam mit Präsident Derek Chang und Ex-F1-Boss Chase Carey bildet er das Executive Committee.
Was bedeutet das für die Formel 1?
Kurzfristig: wenig. Libertys Kurs bleibt „Entertainment first“ – Show, Expansion, Marketing, digitale Reichweite. Die USA bleiben Wachstumsmotor, Parallelprojekte wie MotoGP-Integration laufen weiter.
Spannend wird, wie Bennett Themen wie künftige Team-Einstiege, die US-Monopolsport-Regeln, das künftige Motoren- und Chassis-Reglement sowie das Verhältnis zu FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem managt.
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