Oscar Piastri verliert den Sieg beim GP Großbritannien nach einer Strafe. Das bringt ihn auf die Palme.
Es sollte sein großer Tag werden – doch am Ende steht Oscar Piastri nach dem chaotischen Grand Prix von Großbritannien in Silverstone mit leeren Händen da.
Zwar fährt der McLaren-Pilot als Zweiter ins Ziel, doch eine umstrittene Zeitstrafe kostet ihn den Sieg. Der sonst so coole Australier ist nach dem Rennen ungewöhnlichemotional: „Am liebsten würde ich gar nichts sagen. Ich liebe Silverstone noch immer – nur heute nicht.“
Strafe nach Safety-Car: Sieg futsch
Das Problem: Piastri hat das Rennen lange kontrolliert und liegt beim Restart nach einer Safety-Car-Phase in Führung. Als am Führungsfahrzeug die Lichter ausgehen, tritt er so stark auf die Bremse, dass Verstappen ihm beinahe ins Heck kracht.
Die Stewards verhängen prompt eine Zehn-Sekunden-Strafe, die Piastri beim Boxenstopp absitzen muss. Weg ist die Führung, weg der erste Heimsieg für McLaren in Silverstone – stattdessen jubelt Teamkollege Lando Norris.
„Ich weiß genau, dass ich jetzt besser den Mund halte, sonst rede ich mich um Kopf und Kragen“, ärgert sich Piastri nach dem Rennen. „Ich habe nichts anderes gemacht als in den Runden zuvor. Offenbar darf man hinter dem Safety-Car nicht mehr bremsen – aber was soll das?“
McLaren verteidigt Entscheidung
Besonders sauer stößt Piastri und seinem Lager auf, dass ein George Russell bei einem ähnlichen Vorfall in Kanada straffrei ausging. Die Rennleitung argumentiert: Piastri sei von rund 280 auf knapp 50 km/h runtergegangen – zu stark.

Am Ende bleibt für Piastri nur das Trostpflaster des 20. Podiums seiner Karriere – und ein bitterer Nachgeschmack. „Kompliment an Nico Hülkenberg für sein erstes Podium“, sagt er. „Aber für mich war das heute einfach enttäuschend.“
Im WM-Kampf bleibt der McLaren-Pilot vorne, doch sein Vorsprung auf Norris ist auf nur noch acht Punkte geschmolzen.
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Formel 1 Grand Prix von Großbritannien
Rennen, Ergebnis
1. Lando Norris (GB), McLaren
2. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +6,812 sec
3. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +34,742
4. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +39,812
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +56,781
6. Pierre Gasly (F), Alpine, +59,857
7. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:00,603 min
8. Alex Albon (T), Williams, +1:04,135
9. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:05,858
10. George Russell (GB), Mercedes, +1:10,674