Formel 1

Schumacher-Bauchgefühl zum WM-Finale schockt McLaren

Formel 1 Ralf Schumacher Sky Ungarn 2025
Ralf Schumacher. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images/Sauber

McLaren vor dem WM-Showdown – und Ralf Schumacher wittert Gefahr. „Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los …“

Bianca Garloff
Bianca Garloff

McLaren vor dem WM-Showdown – und Ralf Schumacher wittert Gefahr. „Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los …“

Der große Showdown von Abu Dhabi wirft seinen Schatten voraus – und mitten hinein platzt eine brisante Einschätzung von Sky-Experte Ralf Schumacher. Der frühere Grand-Prix-Sieger glaubt an ein WM-Finale, das ganz anders ausgehen könnte, als es die Tabelle vermuten lässt.

Drei Fahrer haben beim letzten Saisonrennen noch Titelchancen: Lando Norris führt die WM mit 408 Punkten an, gefolgt von Max Verstappen (396) und Oscar Piastri (392). Damit ist das Finale ähnlich offen wie 2010, als Sebastian Vettel im letzten Moment von Platz drei aus Weltmeister wurde.

Schumacher setzt auf Verstappen 

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Abu Dhabi 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Obwohl Norris die klar beste Ausgangslage hat, tippt Schumacher auf eine Titelverteidigung von Verstappen – und das aus einem Gefühl heraus, wie er in einer Sky-Presserunde erklärt: „Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sich die McLaren in die Quere kommen und Max Weltmeister wird. Ich weiß auch nicht warum.“

Brisant: In den vergangenen Wochen hatte Red Bulls Superstar den Rückstand eigentlich schon abgeschrieben. Zwischenzeitlich lag Verstappen 104 Punkte zurück, sah nur noch die Rücklichter der McLarens. Doch starke Rennen des Niederländers und mehrere Ausrutscher bei McLaren – von Taktikmissgriffen bis zur Disqualifikation – brachten ihn wieder ins Titelrennen.

Schumacher kritisiert McLarens fehlende Stallorder

Formel 1 Lando Norris McLaren Abu Dhabi 2025
Lando Norris. Credit: Zak Mauger/LAT Images/McLaren

Für Schumacher ist klar: McLarens interne Struktur könnte zum Bumerang werden. Während die meisten Teams mit einem klaren Nummer-1-Fahrer arbeiten, agierte McLaren bis zuletzt mit zwei Nummer-1-Piloten. Norris und Piastri durften frei gegeneinander kämpfen. Erst zum WM-Finale kündigt McLaren-Boss Zak Brown eine potentielle Stallorder an.

Schumacher bringt dennoch das Worst-Case-Szenario ins Spiel: „Wenn McLaren es nicht hinbekommt, im letzten Rennen endlich eine klare Stallorder zu machen – vorzugsweise nach dem Qualifying –, dann befürchte ich fast, dass sich beide irgendwie auf der Strecke treffen und Max noch Weltmeister wird, weil beide McLaren ausfallen.“

Rechnerisch reicht WM-Leader Norris ein Podestplatz, um erstmals Weltmeister zu werden. Doch gerade im Finale der Saison herrschen eigene Gesetze.

Am Sonntag entscheidet sich, ob McLaren Geschichte schreibt oder ob Verstappen ausgerechnet von einem internen Duell profitiert und doch noch den nächsten Titel holt.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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