Ralf Schumacher ordnet Audis Formel-1-Einstieg ein – und sieht im Regelumbruch eine echte Chance.
Mit einer aufwendigen Show in Berlin hat Audi den nächsten großen Schritt Richtung Formel 1 gemacht. In einem ehemaligen Kraftwerk präsentierte der Autobauer erstmals die Lackierung seines künftigen Formel-1-Autos und machte klar: Das Projekt ist mehr als nur ein Marketing-Experiment. Es geht um große Ambitionen auf der größten Bühne des Motorsports.
Schumacher rechnet mit Audi

Auch Sky-Experte Ralf Schumacher verfolgte die Präsentation genau. Der frühere Grand-Prix-Sieger sieht in den neuen Regeln eine große Chance für Audi: „Die neuen Regularien können das Geheimnis zum Erfolg sein“, sagt er. „Audi kennt sich mit der Technik aus und dementsprechend kann das spannend werden. Es ist natürlich auch etwas Historisches. Gerade für die deutschen Fans ist es unglaublich, wieder ein deutsches Team mit einem deutschen Fahrer in der Formel 1 zu haben.“
Audi selbst hat das Ziel klar formuliert: Ab 2030 will man um den WM-Titel mitfahren. Für Schumacher ist das eher vorsichtig formuliert als überheblich: „Ich glaube, Audi würde sich das sogar noch früher wünschen. Aber natürlich muss man ein Ziel nennen. Man darf optimistisch sein. Es wird spannend zu sehen sein, wer die richtigen Ideen hatte mit den neuen Regularien.“
Der Knackpunkt: 2026 wird alles neu. Chassis, Aerodynamik, Antrieb; kaum ein Bauteil bleibt unangetastet. Schumacher betont, wie groß die Unsicherheit im gesamten Fahrerlager ist: „Wir werden beim ersten Rennen auch von allen anderen Herstellern ein komplett anderes Auto sehen, was man so hört. Da ist jetzt viel Spannung drin, man kann nicht wissen, wer im Moment wo steht.“
Hülkenberg als Schlüsselperson

Besonders im Fokus steht Nico Hülkenberg, der deutsche Hoffnungsträger im neuen Audi-Werksteam. Für Schumacher ist klar: Erfahrung kann helfen, ist aber kein Selbstläufer. „Entscheidend wird jetzt, welche Fahrer mit den komplett neuen Autos und mit dem neuen Stil klarkommen“, erklärt er. „Kann sich Nico Hülkenberg mit ein paar Jahren mehr auf dem Buckel einfach umstellen oder ist es eine Chance für die jungen Fahrer?“
Gerade die Anfangsphase der neuen Ära dürfte turbulent werden. Schumacher: „Es fängt jetzt alles bei Null an, die Unterschiede werden größer sein und wahrscheinlich wird es aufgrund technischer Probleme wieder mehr Ausfälle geben.“
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