Formel 1

„Kindisch!“ – Ralf Schumacher rechnet mit Hamilton ab

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Baku Aserbaidschan 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Bei Ferrari brodelt es! Nach dem Teamorder-Eklat von Baku steht Rekordweltmeister Lewis Hamilton erneut im Kreuzfeuer der Kritik.

Ferrari steckt sportlich wie politisch in einer schwierigen Phase. Beim Großen Preis von Aserbaidschan hatte Hamilton eine klare Anweisung der Scuderia ignoriert: Charles Leclerc ließ ihn mit frischen Reifen passieren, damit der Brite attackieren konnte. Am Ende sollte zurückgetauscht werden – doch Hamilton vergaß das.

Ralf Schumacher erklärt im Sky-Podcast: „Es knirscht bei Ferrari. Charles hatte Lewis mit frischen Reifen in Baku durchgelassen, damit dieser attackieren konnte. Am Ende sollte der Platz wieder zurückgetauscht werden. Das hat der Rekordweltmeister aber nicht gemacht, weil es ihm offensichtlich egal war. Er wusste genau, was er da macht.“

Schumacher: „Kindisches Verhalten“

Besonders enttäuscht zeigt sich Schumacher über die Haltung des siebenmaligen Weltmeisters. „Das finde ich schade, weil er ja sonst auch immer nach außen hin auftritt, dass er für Gerechtigkeit steht“, so der 50-Jährige.

Ralf Schumacher. Credit: Gruppe C Photography / ADAC
Ralf Schumacher. Credit: Gruppe C Photography / ADAC

Seine Analyse ist eindeutig: „Hamilton hat sich kindisch verhalten. Und Charles ist natürlich enttäuscht. Diese Situation kriegt man jetzt nicht so einfach gelöst.“

Hamilton als Gefahr für den Ferrari-Teamfrieden

Der Ex-Ferrari-Pilot warnt vor einer Eskalation. „Jeder denkt sich seinen Teil, das kann in einem Team sehr schnell viel kaputt machen“, weiß Schumacher. „Wenn man sich im Team nicht vertraut, wird das problematisch. Am Ende steht die Marke Ferrari über allem.“

Hamilton selbst hatte nach dem Rennen kleinlaut reagiert. „Ich werde mich bei Charles entschuldigen“, erklärte er. Der Brite sagte, er sei vom Gas gegangen, habe die Situation aber falsch eingeschätzt. Tags zuvor hatte der 40-Jährige allerdings auch schon öffentlich die Strategie der Roten kritisiert, nachdem er im Qualifying nicht in die Top 10 kam.

In der Fahrerwertung liegt Hamilton aktuell mit 121 Punkten nur auf Rang sechs, direkt hinter Teamkollege Leclerc (165). Am Sonntag in Singapur will Hamilton verlorenen Boden gutmachen – während bei Ferrari die Nerven weiter blank liegen.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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