Formel 1

Ralf Schumacher mit Spitze gegen Ex-Teamchef Horner

Formel 1 Christian Horner Red Bull 2024
Christian Horner. Credit: Red Bull Content Pool
Alex Warneke
Alex Warneke

Ralf Schumacher lobt Red Bulls neuen Teamchef Laurent Mekies und erklärt, warum Christian Horner eine entscheidende Stärke nie verstanden hat.

Red Bull hat im Sommer eine Ära beendet: Nach über 20 Jahren musste Christian Horner seinen Posten als Teamchef räumen. Sein Nachfolger: Laurent Mekies, zuvor bei den Racing Bulls im Einsatz. Beim Italien-GP in Monza feierte der Franzose den bislang größten Erfolg seiner noch jungen Amtszeit. Max Verstappen holte nicht nur den Sieg, sondern stellte auch die schnellste Runde der Formel-1-Geschichte auf.

Ex-Pilot Ralf Schumacher sieht im Hintergrund bereits die Handschrift des neuen Teamchefs. Im Podcast Backstage Boxengasse vergleicht er den Vorgänger mit dem Nachfolger.

Formel 1 Ralf Schumacher Sky Ungarn 2025
Ralf Schumacher. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images/Sauber

Ralf Schumacher: „Mekies ist ein großes Talent“

„Christian Horner war jemand, der den Motorsport geliebt und einen großartigen Job gemacht hat“, so Schumacher. „Aber er ist eher ein Manager. Und ich glaube, dass Horner diese Zusammenhänge nicht so schnell versteht wie ein reiner Techniker.“

Ganz anders Laurent Mekies. Schumacher lobt: „Er ist ein großes Talent, vor allem darin, Menschen zusammenzubringen. Er denkt nicht, dass er so wichtig ist, er will einfach, dass die Dinge funktionieren.“

Der Vergleich zu Ferrari-Teamchef Fred Vasseur liegt für Schumacher nahe: „Das erinnert mich ein bisschen an Vasseur, der gesagt hat: ‚Ich will nicht bei Ferrari sein, ich will mit Ferrari gewinnen.‘ Genau das ist auch die Haltung von Mekies. Er liebt es, und jetzt hat er natürlich eine große Chance. Er versteht die Zusammenhänge viel besser, weil er das technische Fachwissen und die Erfahrung hat.“

Ein Vorteil im Tagesgeschäft: „Wenn ihm etwas präsentiert wird, kann er sofort sagen: ‚Sieht gut aus, aber wir müssen noch in diese oder jene Richtung gehen.‘ Und das fünf Mal um ihn herum, vielleicht sogar acht Mal, je nach Struktur.“

Immer mehr Techniker in der Führungsebene

Der Trend im Fahrerlager bestätigt Schumachers Einschätzung: Immer mehr Ingenieure rücken an die Spitze der Teams. Andrea Stella bei McLaren ist das beste Beispiel, er führt den Traditionsrennstall aktuell Richtung Konstrukteurs-WM. Auch Fred Vasseur (Ferrari), James Vowles (Williams) und Ayao Komatsu (Haas) haben einen technischen Hintergrund.

Nur wenige Teamchefs sind klassische Manager ohne Ingenieursausbildung, wie Toto Wolff bei Mercedes oder Flavio Briatore bei Alpine. Für Red Bull könnte sich die technische Expertise von Mekies jetzt auszahlen. Gerade mit Blick auf die neuen Motorenregeln ab 2026 und die Entwicklung der ersten eigenen Red-Bull-Antriebseinheit ist es entscheidend, den Überblick über jedes Detail zu behalten.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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