Formel 1

Ralf Schumacher schießt gegen die heutige Formel-1-Generation

Formel 1 Ralf Schumacher Sky Ungarn 2025
Ralf Schumacher. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images/Sauber
Alex Warneke
Alex Warneke

Nach dem Boxengassen-Crash zwischen Leclerc und Norris in Singapur kritisiert Ralf Schumacher die junge Fahrergeneration scharf.

Der Crash von Charles Leclerc und Lando Norris in der Boxengasse von Singapur sorgt für Diskussionen. Klare Worte fand vor allem Ralf Schumacher bei Sky. Der Ex-Formel-1-Pilot und Experte nahm den Ferrari-Star und die aktuelle Fahrergeneration deutlich ins Visier.

„Der Mechaniker winkt ihn zwar raus, deswegen hat er auch keine Strafe bekommen, aber dass Leclerc nicht einfach mal nach rechts guckt, zeigt schon alles“, kritisiert der Experte. „Das zeigt, dass die Jungs mittlerweile einfach, ja, schwer zu sagen…“ Der sechsmalige GP-Sieger ringt um den passenden Ausdruck. 

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Singapur 2025
Charles Leclerc. Credit: Ferrari

Schumacher: „Mir fehlen da fast die Worte“

„Bei uns hätte es das nicht gegeben“, fährt er fort. „Mir fehlen da fast die Worte, dass man nicht einfach mal nach rechts guckt. Die verlassen sich mittlerweile so auf das, was sie gesagt bekommen. Selbstdenken scheint da offensichtlich nicht mehr so wichtig zu sein. Ist schon ein peinlicher Unfall, aber kann mal passieren.“

Auslöser des Unfalls war ein Missverständnis beim Restart rund 35 Minuten vor Trainingsende. Leclerc fuhr auf Anweisung seines Mechanikers aus der Garage – just in dem Moment, als Norris in der Fastlane vorbeikam. Der Ferrari schob den McLaren frontal gegen die Boxenmauer, der Brite beschädigte sich den Frontflügel. Die FIA verhängte später eine Geldstrafe von 10.000 Euro gegen Ferrari, da der Mechaniker, der den Monegassen los ließ, die Situation falsch eingeschätzt hatte.

Leclerc sieht die Schuld nicht bei sich

Leclerc selbst nahm die Schuld nicht auf sich, zeigte aber Verständnis für den Vorfall: „Wir haben das analysiert. Ich denke, da war etwas Verwirrung mit den beiden McLaren, die beide gleichzeitig rauskamen. Sie sind wohl etwas langsam rausgefahren und man sagte mir nicht Bescheid, dass ich anhalten soll.“

Der Ferrari-Star rechtfertigt sein Verhalten: „In so einem Fall verlässt man sich eben auf das Team. Es war auch ein schwieriger Zeitpunkt mit den roten Flaggen. Alle hatten es eilig, wieder auf die Strecke zu kommen. Es war eine Kombination von einigen Dingen. Nichts, was man sich wünscht, aber sowas passiert.“

Während der Monegasse also auf eine Verkettung unglücklicher Umstände verweist, sieht Schumacher den Vorfall als Symptom eines Problems in der heutigen Formel-1-Generation, die ferngesteuerter ist als zu Schumachers Zeiten.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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