Mick Schumacher grübelt derzeit über ein mögliches Engagement in der IndyCar-Serie. Red-Bull-Berater Helmut Marko hat dazu seine ganz eigene Meinung.
Mick Schumacher hat mit der Formel 1 abgeschlossen – zumindest vorerst. Statt eines Testfahrerjobs in der Königsklasse hat er nach seinem jüngsten Test in Indianapolis ein Stammcockpit in der Indycar ins Visier genommen. Das wiederum sorgt auch bei den Verantwortlichen in der Formel 1 für Diskussionen.
Als Junior-Scout hat Red Bull-Chefberater Helmut Marko einen ganz eigenen Blick für den Karriereweg junger Rennfahrer. „Die Serie ist eine gute Serie, sie ist sehr wettbewerbsfähig“, erklärt er bei RTL. Als Beispiel führt der Österreicher den früheren Indy-Car- und Formel-1-Piloten Juan Pablo Montoya an, der zunächst im Indycar und dann in der Formel 1 Erfolge feiern konnte.

Gleichzeitig warnt Marko vor den Gefahren in den USA – insbesondere auf Ovalkursen. „Mir wäre das zu gefährlich. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 340 km/h gibt es die Gefahr kapitaler Unfälle“, mahnt er. „In so einem Fall ist es meist ein gröberer Crash.“
Markos Rat an Schumacher: „Wenn er die Oval-Tricks lernt…“
Dennoch sieht der 82-Jährige sportliches Potenzial für den Deutschen. „Es könnte ein guter Schritt sein. Er hatte einen sehr erfreulichen Test dort“, so Marko weiter. Voraussetzung: Schumacher müsse sich an die speziellen Anforderungen der Serie gewöhnen. „Wenn er sich in Amerika wohlfühlt, die Oval-Tricks lernt – dann wird das sicherlich gut gehen.“
Damit stellt Marko klar: Ein IndyCar-Einstieg könnte für Schumacher sportlich sinnvoll sein – birgt aber eben auch Risiken und erfordert eine gewisse Anpassungszeit. Ein schneller Erfolg ist in den USA genauso wenig realistisch wie in der Formel 1.
Verstappen im Titelkampf: „Nuancen werden entscheiden“
In der Königsklasse hat Marko derweil längst wieder den WM-Titel ins Visier genommen. Vier Rennen vor Schluss liegt sein Fahrer Max Verstappen mit 321 Punkten hinter den McLaren-Piloten Lando Norris (357) und Oscar Piastri (356).
„Wir glauben daran. Wir haben den Willen und eine kleine Chance“, schickt der Grazer eine Warnung an McLaren. Red Bull kenne Situationen wie diese: „2010 haben wir es im letzten Rennen geschafft, 2012 auch, und 2021 ist Verstappen in der letzten Runde Weltmeister geworden.“
Der Schlüssel im engen Dreikampf, so Marko: „Jetzt gilt es, Nervenstärke zu haben und keinen Fehler zu machen. Nuancen werden entscheiden.“
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