Formel 1

Red Bull-Affäre: Horner erklärt das geheimnisvolle Werkzeug

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Austin USA 2024
Max Verstappen. Credit: Red Bull Content Pool

Max Verstappen holt die Sprint-Pole. Doch die Unterboden-Affäre überschattet den Grand Prix in Austin.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Max Verstappen holt die Sprint-Pole. Doch die Unterboden-Affäre überschattet den Grand Prix in Austin.

Die Kontroverse um die vermeintliche Unterboden-Schummelei von Red Bull hat dem Team zumindest mental offensichtlich nicht geschadet: Max Verstappen steht beim Sprint zum GP der USA in Austin auf der Pole-Position. 

Die in diesem Fall unterlegene Konkurrenz von McLaren schießt trotzdem weiter gegen die amtierenden Weltmeister. „Das Auto unter Parc ferme zu berühren, ist nach den Regeln höchst illegal“, polterte Geschäftsführer Zak Brown am Freitag in Texas. „Daher denke ich, dass die FIA der Sache auf den Grund gehen muss: Haben sie es getan, haben sie es nicht getan?“

Horner erklärt Unterboden-Werkzeug

F1-Insider erfuhr: Max Verstappen beteuert auch im privaten Umfeld, die Verstellmöglichkeit nie genutzt zu haben. Er sei kein Betrüger. Sein Teamchef Christian Horner klärt entsprechend bei Sky auf. Demnach habe jedes Auto „ein Werkzeug“, um die Fahrhöhe anzupassen.

Formel 1 Christian Horner Red Bull 2024
Christian Horner. Credit: Red Bull Content Pool

„Unseres befindet sich vorne, vor dem Fußraum. Ich glaube, es ist dort schon seit mehr als drei Jahren. Man muss die Pedale ausbauen, andere Verkleidungen und Leitungen entfernen, um heranzukommen“, verrät der Brite. „Es wäre einfacher, den hinteren Stabilisator einzustellen, als an dieses Bauteil heranzukommen.“

Horner glaubt an ein Ablenkungsmanöver und Psychospielchen der Gegner: „Ich habe das Gefühl, dass man damit manchmal von dem ablenken will, was vielleicht im eigenen Haus vor sich geht, und manchmal versucht man, irgendwo anders ein Feuer zu legen.“ 

Was der Red Bull-Teamchef meint: Auch McLaren stand im Fokus der Regelhüter und musste den zu flexiblen Heckflügel anpassen. 

McLaren im Hintertreffen

Formel 1 Lando Norris McLaren Austin USA 2024
Lando Norris. Credit: McLaren

Und sportlich? Auch da ist McLaren im Hintertreffen. Im Sprint startet Lando Norris als bester Papaya-Renner nur von Platz vier und bezeichnet seine schnellste Runde um Qualifying am Freitag als „schockierend“. 

Sein Teamkollege Oscar Piastri schaffte es gar nicht erst in den zweiten Qualifying-Abschnitt und startet nur als 16. Genug also, wovon McLaren ablenken muss…

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Formel 1 in USA Grand Prix
Sprint-Qualifying, Ergebnis

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 1:32,833 Min.
2. George Russell (Großbritannien) – Mercedes +0,012 Sek.
3. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +0,226
4. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +0,250
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +0,256
6. Nico Hülkenberg (Emmerich) – Haas +0,350
7. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes +0,545
8. Kevin Magnussen (Dänemark) – Haas +0,565
9. Yuki Tsunoda (Japan) – Racing Bulls +0,969
10. Franco Colapinto (Argentinien) – Williams +1,573


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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