Red Bull fährt beim GP Japan in Suzuka mit einer emotionalen Sonderlackierung. Yuki Tsunoda gibt sein Debüt im Werksteam.
Wenn die Formel 1 am kommenden Wochenende in Japan gastiert, setzt Red Bull sowohl personell als auch optisch Zeichen: Weltmeister Max Verstappen fährt in einem weiß lackierten RB21 als Hommage an den langjährigen Motorenpartner. Und: An der Seite des Champions geht mit Yuki Tsunoda ein neuer Teamkollege an den Start.
Red Bull: Lackierung wie beim ersten Honda-Sieg
Die Sonderlackierung erinnert an den legendären Honda RA272, mit dem Richie Ginther 1965 den ersten Formel-1-Sieg für die Japaner einfuhr. Ein geschichtsträchtiger Look, der für ein emotionales Wochenende sorgen soll.

Denn es ist gleichzeitig das letzte Japan-Rennen für Red Bull und Honda als Partner. Seit 2018 haben die beiden 63 Rennen gewonnen, dazu vier Fahrer- und zwei Konstrukteurs-WM-Titel eingefahren. Teamchef Christian Horner: „Unsere Partnerschaft war eine der erfolgreichsten in der F1-Geschichte – wir wollen uns in Würde verabschieden.“
Tsunoda feiert Red-Bull-Debüt
Dass ausgerechnet in Suzuka Honda-Protegé Yuki Tsunoda sein erstes Rennen im Red-Bull-Werksteam fahren wird – passender geht’s kaum. Der 24-Jährige ersetzt Liam Lawson, der zum Juniorteam Racing Bulls degradiert wurde. „Es fühlt sich noch immer ein wenig unwirklich an“, gesteht der Japaner bei einem Honda-Event. „Aber ich freue mich riesig auf diese Herausforderung.“

Tsunoda kennt das Auto also schon aus dem Simulator und betont, es sei „nicht so schwer zu fahren“, wie es bei Liam Lawson ausgesehen hat. Trotzdem will er seinen eigenen Weg gehen: „Ich stimme das Auto anders ab als Max, das ist klar. Ich will mein eigenes Set-up, mein eigenes Gefühl – Schritt für Schritt ans Limit.“
Alles oder nichts für Tsunoda

Fets steht: Für Tsunoda ist das Rennen in Suzuka mehr als ein Heimspiel. Es ist die Chance seines Lebens. Nach vier Jahren im Schwesterteam, vielen Höhen und Tiefen und langem Warten darf der Mann aus Kanagawa endlich zeigen, was er kann – und das vor heimischem Publikum, im weißen Renner, mit dem Honda-Symbol auf dem Auto.
Logisch: Das erhöht den Druck. Aber wie sagt Tsunoda selbst: „Es gibt nicht viele Momente im Leben, in denen man so extrem unter Strom steht. Genau das will ich erleben!“