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Red Bull nach dem Horner-Knall: Marko gibt WM nicht auf

Formel 1 Christian Horner und Dr. Helmut Marko Red Bull
Christian Horner und Dr. Helmut Marko. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Red Bull-Chefberater Helmut Marko nimmt zum Horner-Aus Stellung und gibt die WM noch nicht auf.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Red Bull-Chefberater Helmut Marko nimmt zum Horner-Aus Stellung und gibt die WM noch nicht auf.

Nach der spektakulären Trennung von Christian Horner als Teamchef von Red Bull hat sich Berater-Legende Helmut Marko erstmals geäußert.

Gut 24 Stunden nach dem Paukenschlag richtete der 81-Jährige eine Botschaft an die Öffentlichkeit – mit Dank, aber auch mit klarer Kampfansage.

Marko: „Unglaubliche Erfolge“ mit Horner

„Christian und ich haben seit über 20 Jahren sehr erfolgreich zusammengearbeitet, sowohl in der Formel 1 als auch schon in der Formel 3000“, erklärte Marko in einem Statement des Teams. „Ich möchte Christian dafür meinen aufrichtigen Dank aussprechen.“

Formel 1 Christian Horner mit Dr. Helmut Marko. Credit: Red Bull Content Pool
Christian Horner mit Dr. Helmut Marko. Credit: Red Bull Content Pool

Man habe in dieser Zeit „eine unglaubliche Zahl herausragender Erfolge“ gefeiert. Tatsächlich holten Marko und Horner gemeinsam mit Sebastian Vettel und Max Verstappen insgesamt sechs Fahrer-Weltmeistertitel, dazu jede Menge Grand-Prix-Siege und Konstrukteurs-Titel. „Das war immer – und ist auch heute noch – der Red-Bull-Weg“, so Marko.

Red Bull gibt die WM nicht auf

Trotz der aktuellen sportlichen Delle bleibt Red Bull laut Marko im Titelrennen: „Was die aktuelle Situation betrifft: Es stehen noch zwölf Rennen aus, und wir werden weiter um die Fahrer-WM kämpfen, solange es rechnerisch möglich ist.“

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Silverstone 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Einfach wird das aber nicht: Nach dem Heim-Debakel in Spielberg, wo Verstappen schon in der ersten Runde aus dem Rennen geräumt wurde, und Rang fünf in Silverstone liegt der Niederländer inzwischen 69 Punkte hinter McLaren-Pilot Lando Norris.

Marko selbst hatte nach Spielberg im ORF von einer „alarmierenden“ Konkurrenz und einer „Demonstration“ der Gegner gesprochen.

Meisterschaft schon verloren?

Seine damalige Einschätzung: „Man muss die Meisterschaft wohl abschreiben. Es schaut nicht gut aus.“ Ferrari, Mercedes und vor allem McLaren hätten derzeit die Nase vorn.

Fest steht: Helmut Marko stellt sich weiterhin in den Dienst des Teams – und lässt keinen Zweifel daran, dass Red Bull so schnell wie möglich zurück auf die Siegerstraße will.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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