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Mercedes muss blechen, Haas spart Geld

Formel 1 Teams Testfahrten Bahrain 2022
Alle Formel-1-Teams. Credit: F1/Twitter

Für ihre Teilnahme an der Formel-1-WM müssen die Teams Geld zahlen. So hoch ist die Startgebühr

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Für ihre Teilnahme an der Formel-1-WM müssen die Teams Geld zahlen. So hoch ist die Startgebühr

Die Formel 1 ist ein Milliardengeschäft. Rennstrecken, TV-Anstalten, Sponsoren zahlen Millionenbeträge, um dabei sein zu dürfen in der Königsklasse des Motorsports. Doch das gilt auch für die Teams selbst! Pikant: Die Top-Mannschaften werden bei der Startgebühr für ihren Erfolg im Vorjahr sogar bestraft…

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Hintergrund: Für die Teilnahme an der Formel-1-WM müssen Red Bull, Ferrari und Co. an die FIA eine Antrittsgebühr zahlen. Das Startgeld setzt sich aus zwei Posten zusammen – einer Grundgebühr, die für alle Teams gleich ist und im Jahr 2022 577.278 US-Dollar beträgt.

Doch dabei bleibt es nicht. Wer im Vorjahr erfolgreich war, muss mehr Geld berappen. Pro in der Saison 2021 gesammeltem WM-Punkt werden 5770 US-Dollar fällig. Als Konstrukteurs-Weltmeister muss Mercedes muss sogar noch mal extra zahlen – pro Punkt sind es für das Team des deutschen Autobauers 6926 US-Dollar.

Formel 1 Mercedes Bahrain Lewis Hamilton Test 2022
Mercedes muss am meisten Geld auf den Tisch legen. Credit: Mercedes

Damit beträgt die Einschreibegebühr für Mercedes in der Summe 4.482.898 US-Dollar – oder umgerechnet 4,08 Millionen Euro. Red Bull auf Rang zwei der Konstrukteurs-WM 2020 muss 3.955.613 US-Dollar entrichten. Mit 2.443.873 Dollar spart Ferrari auf WM-Rang drei fast die Hälfte der Mercedes-Gebühr.

Am wenigsten zahlt Mick Schumachers Team Haas. Das US-Team blieb 2021 punktlos und muss deshalb nur die Grundgebühr an die FIA überweisen. Gut für Schumi jr.: Seine Mannschaft, die nach der Trennung vom russischen Sponsor Uralkali auf geschätzte 40 Millionen Dollar Sponsoreinnahmen verzichten muss, kann sein Budget fast ausschließlich in den Betrieb des Teams und die Weiterentwicklung des Autos stecken.

Grundsätzlich ist das System durchaus fair. Wer am erfolgreichsten ist, partizipiert am meisten an den TV- und Sponsoreinnahmen der Formel 1 und hat ergo auch am meisten Geld. Teams, die sich am unteren Ende der Tabelle wiederfinden, kämpfen ohnehin meist mit dem Budget, das in diesem Jahr auf 142 Millionen Dollar gedeckelt ist. Es ist nur gerecht, dass sie weniger zahlen als die Spitzen-Mannschaften.

Doch das System hat auch seine Schwächen. Wenn jeder WM-Punkt Geld kostet, wäre es billiger, aufs Punktesammeln zu verzichten. Red Bulls B-Team AlphaTauri hat in diesem Sinne schon zum zweiten Mal in Folge Pech. Die Mannschaft von Teamchef Franz Tost hat auf WM-Rang sechs ganze 65 Punkte mehr als Aston Martin auf Platz sieben. Das sind rund 300 000 Euro, die den Italienern keinen Mehrwert gebracht haben.

Schon 2021 hatte AlphaTauri auf Rang sieben der Konstrukteurs-WM 99 Punkte mehr als Verfolger Alfa Romeo. Alleine der Sieg von Pierre Gasly in Monza kostete damal 142.275 US-Dollar für die dadurch erhaltenen 25 Punkte.

TeamWM-Punkte 2021Betrag für WM-Punkte in $Betrag in $
Mercedes613,54,249,1014,826,379
Red Bull585,53,378,3353,955,613
Ferrari323,51,866,5952,443,873
McLaren2751,586,7502,164,028
Alpine155894.3501,471,628
Alpha Tauri142819.3401,396,618
Aston Martin77444.2901,021,568
Williams23132.710709.988
Alfa Romeo1375.010652.288
Haas00577.278

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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