Formel 1

Stuck bremst Vettel-Pläne bei Red Bull: „Falsche Lösung“

Formel 1 Sebastian Vettel. Credit: Joerg Mitter / Red Bull Content Pool
Sebastian Vettel. Credit: Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

Sebastian Vettel als Helmut-Marko-Nachfolger bei Red Bull? Klingt für viele Fans wie die perfekte Lösung. Doch Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck sieht das völlig anders.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Sebastian Vettel als Helmut-Marko-Nachfolger bei Red Bull? Klingt für viele Fans wie die perfekte Lösung. Doch Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck sieht das völlig anders.

Sebastian Vettel als Nachfolger von Helmut Marko bei Red Bull? Diese Idee kursiert seit Wochen immer wieder in der Formel-1-Gerüchteküche. Doch einer, der beide bestens kennt, hält davon gar nichts: Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck.

Stuck über Vettel zu Red Bull: Falsche Lösung

Im Gespräch mit Eurosport Deutschland findet die deutsche Motorsport-Legende deutliche Worte: „Das halte ich für die völlig falsche Lösung. Das ist nichts gegen Sebastian, aber er ist einfach kein Teammanager. Für mich käme er nie infrage.“

Hans-Joachim Stuck Credit: Audi
Hans-Joachim Stuck Credit: Audi

Stuck, selbst lange Zeit in der Formel 1 und später in Management-Positionen unterwegs, sieht den Job als deutlich anspruchsvoller, als viele denken: „Auf dem Niveau von Helmut (Marko; d. Red.) kann ein ehemaliger Fahrer nicht einfach so einsteigen. Und Sebastian würde sich damit keinen Gefallen tun – ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt.“

Denn der vierfache Weltmeister hat nach Ansicht von Stuck ganz bewusst einen anderen Lebensweg gewählt. „Sebastian hat seine Karriere auch für seine Familie beendet. Als Marko-Nachfolger wäre er wieder 24 Stunden an sieben Tagen der Woche in seiner Arbeit vertieft. Abends geht er mit Gedanken daran ins Bett, träumt davon und wacht damit wieder auf“, erklärt der 73-Jährige.

Sein Fazit: „Die Familie käme da im Zweifelsfall zu kurz. Ob er das mitmachen will, ist die große Frage.“

Stuck rückt Vettel-Idee ins rechte Licht

Damit rückt Stuck die vielzitierte „Traumlösung Vettel“ zumindest vorerst in ein anderes Licht. Und er bringt auf den Punkt, was der Job des Motorsportberaters tatsächlich bedeutet: eine absolute Vollzeit-Belastung, die kaum mit dem Wunsch nach mehr Zeit für die Familie vereinbar ist.

Ob Vettel selbst ernsthaft darüber nachdenkt, ist übrigens nicht ganz klar. Offiziell hält sich der Heppenheimer zu dem Thema weiterhin bedeckt. Und auch von Red Bull kommen keine Signale, die eine Zusammenarbeit in naher Zukunft andeuten.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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