Formel 1

Formel-1-Teamchef räumt mit Mercedes-Spekulationen auf

Formel 1 James Vowles Williams Singapur 2025
James Vowles. Credit: Williams
Alex Warneke
Alex Warneke

Williams-Teamchef James Vowles bremst den Mercedes-Hype: Der F1-Motor 2026 sei kein Selbstläufer – und ein Rivale schüre gezielt Gerüchte.

James Vowles hat die Erwartungen an die Mercedes-Powerunits für die Formel-1-Saison 2026 deutlich relativiert. Der Teamchef von Williams glaubt nicht daran, dass die Marke mit dem Stern automatisch der große Favorit der neuen Motorenära ist und spricht sogar von einem gezielt aufgebauten Narrativ eines Rivalen.

Seit Monaten gilt Mercedes im Paddock als aussichtsreichster Kandidat für den besten Antrieb unter dem neuen Reglement. Auch Williams würde als Kundenteam davon profitieren. Doch Vowles warnt davor, diese Annahmen als gegeben hinzunehmen. „Niemand weiß wirklich, wo sich die einzelnen Motorenhersteller einordnen werden“, erklärt der Teamchef in einer Medienrunde.

Mercedes Motor Formel 1, Credit: Mercedes
Mercedes Motor Formel 1, Credit: Mercedes

Keine Mercedes-Dominanz 2026?

Besonders deutlich wird Vowles, als er erklärt, dass ein Teil der Spekulationen bewusst gestreut worden sei: Ein Team und ein Motorenhersteller hätten versucht, „eine Geschichte zu erzählen, um Änderungen zu erzwingen“. Namen nennt der Brite nicht, macht aber klar, dass die aktuelle Diskussion wenig mit belastbaren Fakten zu tun habe.

Vowles erwartet vielmehr ein enges Feld. Ferrari traue er jederzeit zu, ein starkes Aggregat zu liefern, während Honda bereits 2025 einen Maßstab gesetzt habe. Eine Wiederholung der Mercedes-Dominanz von 2014 hält er daher für unwahrscheinlich. „Ich glaube nicht, dass wir wieder so ein Szenario erleben, in dem ein Hersteller allen davonfährt.“

Formel 1 Alexander Albon Williams Singapur 2025
Alexander Albon. Credit: Williams

Für seinen Motorenpartner Mercedes selbst findet Vowles dennoch positive Worte. Seit dem Motorendeal arbeite man intensiv am 2026er-Projekt, die Vorbereitung sei „gut“. Was das in Leistung bedeutet, werde sich aber erst auf der Strecke zeigen.

Unterm Strich bleibt für Vowles alles offen: Erst die Testfahrten und die ersten Rennen werden zeigen, ob Mercedes, Ferrari, Honda oder ein anderer Hersteller wirklich den Ton angibt.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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