Formel 1

Verstappen ätzt: „Kindisch und Zeitvergeudung!“

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Kanada 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Max Verstappen geht neben George Russell in den GP Kanada: Droht eine Sperre?

Bianca Garloff
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Max Verstappen geht neben George Russell in den GP Kanada: Droht eine Sperre?

Es war hauchdünn: Um nur 160 Tausendstelsekunden verpasst Max Verstappen im Qualifying zum Großen Preis von Kanada die Pole Position. Wie schon 2024 muss sich der Red-Bull-Star in Montreal Mercedes-Pilot George Russell geschlagen geben – und ist danach sichtlich genervt. Nicht etwa vom Ergebnis, sondern von den Fragen der Journalisten.

Sportlich hat der vierfache Weltmeister keinen Grund zum Klagen: „Das war eine knappe Kiste“, sagt er. „Das Auto fühlt sich das ganze Wochenende richtig gut an. Wir haben es geschafft, ein gutes Arbeitsfenster zu treffen.“

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Kanada 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Besonders der Fahrspaß auf dem engen Stadtkurs gefällt Verstappen: „Wenn dein Auto hier richtig liegt, kannst du über die Randsteine fliegen, als wär’s ein großes Go-Kart.“

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Auch mit seiner eigenen Leistung ist der amtierende Weltmeister zufrieden: „Wir haben uns von Session zu Session gesteigert. Für das Rennen ist Startplatz zwei absolut okay. Ich glaube nicht, dass ich noch viel mehr rausholen konnte.“

Verstappen genervt von Strafpunkt-Diskussion

Allein: Trotz starker Performance muss sich Verstappen erneut kritische Fragen gefallen lassen. Im Visier dabei: seine elf Strafpunkten. Bekommt er am Sonntag in Montreal noch einen, droht eine Rennsperre. Dass er dabei ausgerechnet neben seinem Dauerrivalen George Russell startet, mit dem er erst zuletzt in Spanien aneinandergeraten war, heizt die Situation zusätzlich an.

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Max Verstappen. Credit: Zak Mauger/LAT Images/Red Bull Content Pool

Logisch deshalb: Verstappen reagiert dünnhäutig auf die ständigen Nachfragen: „Diese Fragen sind echt nervig. Ich habe am Donnerstag alles gesagt, was es zu sagen gibt. Es ist kindisch und Zeitvergeudung, das immer wieder durchzukauen.“

Bereits vor dem Wochenende hatte er betont, sich nicht ändern zu wollen: „Ich bin hier, um Rennen zu fahren. Ich werde mich nicht aus jedem Zweikampf raushalten. Ich fahre so, wie ich immer fahre – hart, aber fair.“

Kampfansage fürs Rennen

Verstappen bleibt also ganz der Alte – und der Kampf um den Sieg verspricht Spannung. Denn: In Montreal wurde fast jeder zweite GP vom besten Startplatz gewonnen. Verstappen glaubt dennoch an seine Chance: „Unser Auto ist auf den Geraden schnell, wir haben einen guten Longrun – es ist alles drin.“

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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