Formel 1

Verstappen will Hamilton nicht kopieren

Max Verstappen Credit: Red Bull Content Pool
Max Verstappen Credit: Red Bull Content Pool

In Imola geht das Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen in die nächste Runde. Verstappen lobt Hamilton.

Michael Zeitler
Michael Zeitler

In Imola geht das Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen in die nächste Runde. Verstappen lobt Hamilton.

Testbestzeit vor Saisonstart, drei Mal im Training vorn, im Qualifying auf Pole-Position. Aber im Rennen verlor Max Verstappen dann doch wieder gegen Lewis Hamilton. Vor dem Grand Prix in Imola an diesem Wochenende stellt sich deshalb die große Frage: War das schon der Anfang vom Mercedes-Comeback oder können Red Bull und Max Verstappen zurückschlagen?

Auffallend, wie ruhig und gelassen Verstappen die Niederlage nahm. Der Niederländer weiß, dass in Bahrain auch vieles gegen ihn lief: Differentialprobleme zu Beginn des Rennens, eine mittelprächtige Strategie und die umstrittene Entscheidung über die Ungültigkeit seines Überholmanövers gegen Hamilton in Kurve vier. Aber klar ist: Sein Red Bull-Honda war konkurrenzfähig.

Verstappen analysiert jedes Rennen 

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Max Verstappen Credit: Red Bull Content Pool

Verstappen hat die Niederlage genau analysiert. „Ich schaue immer nach jedem einzelnen Rennen, was ich hätte besser oder anders machen können. Und dann schaue ich mir auch an, was die anderen gemacht haben. Aber ich werde keinen kopieren. Ich bin ich“, stellt Verstappen bei Autosport klar.

Für den 23-Jährigen ist das auch kein Ausdruck von zu großem Selbstbewusstsein. Stattdessen glaubt er: „Wenn du jemanden kopierst, bist du immer einen Schritt hinten dran, weil du dann nicht innovativ und nicht besser bist als sie. Du kannst dir das natürlich alles anschauen und beobachten. Aber am Ende des Tages bin ich ich selbst und das funktioniert für mich besser.“

Coulthard glaubt an Verstappen-WM

Verstappen weiß allerdings, dass er mit Hamilton einen der besten Fahrer aller Zeiten als Konkurrenten hat. „Die Art und Weise, wie er in all diesen Jahren gehandelt hat, wie er jedes Jahr zurückgekommen ist und diese Anzahl an Rennen und Meisterschaften gewonnen hat, das kannst du ihm nicht absprechen“, sagt Verstappen über den siebenmaligen Champion.

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Max Verstappen. Credit: Red Bull Content Pool

Verstappen weiter: „Es gibt viele weitere Fahrer in der Formel 1, die sehr gut und sehr stark sind und in dem Auto auch sehr erfolgreich wären. Aber nochmal: Die Art und Weise, wie Lewis so viele Rennen gewonnen hat und auch schwierige Rennen, wie letztes Jahr in der Türkei, zeigt, dass er es sehr gut gemacht hat. Er ist definitiv einer der Besten aller Zeiten in der Formel 1.“

Imola-GP: Das sind die TV-Zeiten

Trotzdem könnte 2021 die Wachablösung folgen. Das glaubt zumindest der ehemalige Formel-1-Rennsieger und Ex-Red Bull-Pilot David Coulthard: „Max kommt, Max ist dieses Jahr der Mann für die Weltmeisterschaft.“

Dass er erstmals um einen WM-Titel kämpft, sieht Verstappen nicht als Nachteil. „Es ist ganz anders, in einem Titelkampf zu sein“, erklärte er. „Natürlich muss man in diesem Szenario nicht jeden einzelnen Zweikampf oder jedes Rennen gewinnen. Aber das ist eine natürliche Sache. Dass ich noch keinen WM-Titel gewonnen habe, heißt nicht, dass ich das nicht verstehe.“

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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