Nach dem turbulenten Start beim Grand Prix von Mexiko diskutieren Experten über mögliche Regelverstöße. Besonders die Aktionen von Max Verstappen und Lewis Hamilton stehen im Fokus.
Nach dem Startchaos in Mexiko ist eine neue Regel-Debatte entfacht. Ex-F1-Pilot Martin Brundle fordert im „Sky“-Podcast eine Strafe gegen Max Verstappen – weil der Weltmeister in Kurve 1 über das Gras abkürzte.
„Max hätte eine Strafe bekommen sollen“, urteilt Brundle deutlich. Er verweist darauf, dass Verstappen „gar nicht versucht“ habe, die Kurve zu kriegen. Im Gegenteil: „Man kann sogar sehen, wie er beschleunigt.“ Zwar gab der Niederländer die Plätze kurz danach zurück – für Brundle reicht das aber nicht. „Ich hätte eine Durchfahrtsstrafe gegeben, um endlich eine Abschreckung zu schaffen“, sagt der Brite.
Villeneuve widerspricht

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve sieht das etwas anders. „Nach den Regeln hat er nichts Verbotenes getan – er hat alle Positionen zurückgegeben“, erklärt der Kanadier. Dennoch gibt er Brundle recht, was das Prinzip betrifft: „Was das Fahrverhalten angeht: ja, eine Strafe wäre verdient gewesen. Nach dem Regelwerk: nein.“
Villeneuve sieht das Problem woanders – bei der Streckenführung: „In Mexiko fehlt einfach ein Kiesbett oder eine Mauer. Wenn du weißt, dass du nicht bestraft wirst, nimmst du eben die Abkürzung.“
Brundle fordert „Monaco-Effekt“ für Mexiko
Brundle schlägt deshalb eine ungewöhnliche Lösung vor: „Vielleicht braucht es im Auslauf eine Zone, in der man 50 bis 100 Meter mit Tempolimit wie in der Boxengasse fahren muss.“ Das wäre seiner Meinung nach „abschreckend wie die Mauer in Monaco“.
Hamilton-Strafe war laut Experten korrekt

Einig sind sich Brundle und Villeneuve hingegen bei der Strafe gegen Lewis Hamilton. Der Brite kürzte später in Kurve 4 die Strecke ab und erhielt zehn Sekunden. „Er hat sich dadurch einen großen Vorteil verschafft“, sagt Brundle.
Hamilton hatte den Vorteil nicht wieder zurückgegeben – ein klarer Regelverstoß. Villeneuve ergänzt: „Ohne das Abkürzen hätte er ein oder zwei Plätze verloren. Die Strafe war verdient.“
Fazit: Während Hamilton für seine Aktion büßen musste, kam Verstappen einmal mehr ohne Strafe davon – sehr zum Ärger mancher Experten, die fordern: In Kurve 1 muss sich endlich etwas ändern.
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