Verstappen auf Pole – und plötzlich wieder glücklich bei Red Bull? Mit Startplatz eins in Silverstone zeigt Max Verstappen nicht nur McLaren die Grenzen auf – sondern auch Mercedes, dass ein Wechsel kein No-Brainer ist.
Nach dem Aus in Spielberg und den endlosen Spekulationen um einen Wechsel zu Mercedes schlagen Max Verstappen und Red Bull in Silverstone zurück: Mit der 44. Pole-Position seiner Karriere egalisiert er den Red Bull-Rekord von Sebastian Vettel.
„Verstappen ist mit Abstand der schnellste Fahrer“, schwärmt Sky-Experte Ralf Schumacher. „Was er da leistet, ist schon fast surreal.“
Logisch, dass Mercedes-Teamchef Toto Wolff den viermaligen Champion am liebsten vom Fleck weg verpflichten würde. Doch ausgerechnet diese Pole könnte das Unterfangen der Marke mit dem Stern verkomplizieren.
Verstappens Pole hilft Red Bull

„Solange man als Fahrer das Gefühl hat, man ist gut aufgehoben, will man nicht wechseln“, räumt auch Ralf Schumacher ein. „Es ist für Max im Moment ein Wechselbad der Gefühle, denn er sieht: Auch bei Mercedes läuft’s immer mal wieder nur so lala.“
Heißt: Sollte Verstappen das Vertrauen in Red Bull zurückgewinnen, wächst der Druck auf Toto Wolff, ein attraktives Gesamtpaket bei der Marke mit dem Stern zu schnüren.
Auch Red Bull-Chefberater Helmut Marko atmete nach der Quali hörbar auf: „Diese Pole ist gut für die Stimmung.“ Und die soll am Abend noch besser werden. „Wir gehen heute Abend zu Horner (Teamchef Christian Horner; d. Red.) zum Barbecue.“
Was heißt das für Mercedes?

Klar ist: Verstappen hat eine Ausstiegsklausel für 2026. Klar ist auch: Er will Rennen und Titel gewinnen. Doch die Pole in Silverstone zeigt, dass Red Bull ihm noch immer das schnellste Auto bieten kann. Mehr noch: Die Mannschaft des Energy-Drink-Herstellers lockt ihn auch mit jener Nestwärme, die jeder Top-Pilot braucht, um maximale Leistung abzurufen.
Für Mercedes heißt das: Verstappen zu locken wird seit heute wieder etwas schwerer. Mit jedem Rennen, in dem Red Bull zu alter Form zurückfindet, schwindet der Reiz eines Wechsels – zumindest kurzfristig. Denn schon morgen im GP Großbritannien kann sich das schon wieder ändern.
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