Anders als in Suzuka konnte Max Verstappen in Bahrain nicht zaubern. Er schweigt lieber über seine Gefühle.
Auf der Fahrerstrecke in Suzuka konnte der Magier Verstappen vor zwei Wochen noch zaubern, auf dem Retortenkurs in Bahrain ließ sein RB21 das nicht zu. Statt Jubel wie in Japan nun also lange Gesichter bei Red Bull. Der Weltmeister startet am Sonntag nur von Position sieben in den Wüsten-Grand Prix.
Verstappen frustriert: „Gar nichts hat funktioniert“
„Wie ich mich im Auto fühle, kann ich nicht im Fernsehen sagen“, übt sich Verstappen am Sky-Mikro in Galgenhumor. „Wir haben viel verändert, aber gar nichts hat funktioniert. Das ist ein Problem. Untersteuern, Übersteuern, kein Grip – es ist schwer, darauf ein Setup aufzubauen. Ich habe keine Ahnung, was morgen passiert.“
Der einst so dominante Red Bull entwickelt sich immer mehr zur blauen Gurke! Chefberater Helmut Marko spricht Klartext: „Mit Max sind wir natürlich nicht zufrieden. Da traten massive Bremsprobleme auf, wir haben bisher keine Erklärung.“ Ein Problem: Ob die Bremsen unter Parc Fermée-Bedingungen getauscht werden dürfen, ist noch unklar.

Viel schlimmer aber: Angesichts solcher Leistungen verliert Verstappen das Vertrauen, dass das Team des Energy-Drink-Herstellers 2026 ohne den Honda-Motor (Red Bull wechselt zu Ford) überhaupt noch konkurrenzfähig sein kann.
Und dann ist da ja noch der Adrian-Newey-Fluch: Kein Fahrer, der in einem Newey-Auto Weltmeister geworden ist, hat das je wieder ohne den Technik-Master geschafft. Zur Erinnerung: Newey arbeitet seit dieser Saison für Aston Martin.
Tsunoda jubelt über Top 10

Immerhin: Einen Hoffnungsschimmer gibt’s bei Red Bull. Yuki Tsunoda kann den Rückstand auf Verstappen auf Rang zehn in Grenzen halten. „Das nehme ich gerne so mit“, freut sich der Japaner. „Als Fahrer willst du immer mehr, aber es ist nicht einfach, das Arbeitsfenster dieses Autos zu treffen.“
Tsunoda macht klar: „Ich muss jetzt einfach Schritt für Schritt nach vorne kommen, aber ich habe ordentliches Selbstvertrauen.“
Fazit
Verstappen auf Platz sieben, Tsunoda auf zehn – das Rennen am Sonntagabend verspricht jede Menge Bewegung im Feld. Die große Frage: Bekommt Red Bull die Probleme über Nacht in den Griff? Oder startet Verstappen mit einem Handicap ins nächste WM-Duell mit Pole-Setter Piastri und Lando Norris (Rang sechs)?
Fest steht: Der Red Bull braucht so oder so wieder einen Zauberer am Lenkrad.
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Formel 1: Bahrain Grand Prix 2025
Qualifying, Ergebnis
1. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:29,841 min
2. George Russell (GB), Mercedes, 1:30,009
3. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:30,175
4. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:30,213
5. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:30,216
6. Lando Norris (GB), McLaren, 1:30,267
7. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:30,423
8. Carlos Sainz (E), Williams, 1:30,680
9. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:30,772
10. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:31,303