Formel 1

Formel-1-Comeback? Vettel spricht über seine Zukunft

Formel 1 Sebastian Vettel
Sebastian Vettel. Credit: Red Bull Content Pool
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Sebastian Vettel bleibt der Formel 1 verbunden – allerdings ohne konkrete Pläne für ein Comeback.

Er setzt sich fürs Klima ein, für die Natur und für Gleichberechtigung. Doch so ganz kann Sebastian Vettel auch von der Formel 1 nicht lassen. Beim Grand Prix von São Paulo war er selbst im Fahrerlager, um gemeinsam mit seinen ehemaligen Kollegen gegen die Abholzung der Wälder zu kämpfen. 

Doch wer einmal von der Droge Formel 1 gekostet hat, den lässt sie eigentlich nicht mehr los. Die logische Frage deshalb: Kann sich Vettel ein Comeback in der Königsklasse vorstellen – außerhalb des Cockpits natürlich? Ein Gedanke, den der Heppenheim zumindest nicht direkt verneint: „Es könnte sein“, sagt gegenüber Formula1.com. „Es hängt wirklich von der Rolle ab.“

Formel 1 Sebastian Vettel Dr. Helmut Marko Red Bull
Dr. Helmut Marko und Sebastian Vettel. Credit: Red Bull Content Pool

Der 37-Jährige interessiert sich vor allem für die menschlichen Aspekte im Leistungssport: den Umgang mit jungen Fahrern, die Teamdynamik und die Faktoren, die erfolgreiche Rennställe von weniger erfolgreichen unterscheiden. „Das psychologische Element hat mich immer fasziniert“, so Vettel.

Vettel bestätigt erfolglose Red Bull-Gespräche

Gleichzeitig betont er, dass er derzeit keinen Druck verspüre. „Ich bin nicht in Eile“, sagt er. Der Deutsche habe nach seinem Abschied Ende 2022 viele wichtige Projekte außerhalb der Formel 1 – neben dem F1-Forest ist er auch am deutschen Sail-GP-Team beteiligt. 

Fest steht aber: Gerüchte um eine mögliche Rolle bei Red Bull erhielten keinen weiteren Nährboden. Vettel bestätigt zwar Gespräche mit Red-Bull-Berater Helmut Marko, gibt bei Sky aber klar zu: „Es hat zu nichts geführt, es hat nie an Fahrt gewonnen.“ Marko selbst hatte bereits zuvor klargestellt, dass eine Rückkehr des ehemaligen Team-Stars für das Unternehmen aktuell kein Thema sei.

Kein Problem für Vettel. „Ich bin im Moment ziemlich glücklich damit, wo ich im Leben stehe“, erklärt er und räumt ein, dass er der Formel 1 auch ohne offiziellen Job erhalten geblieben ist. „Ich liebe die Formel 1. Am Anfang dachte ich: Ich weiß nicht, ob ich weiter zuschauen möchte, weil ich Abstand brauche und so weiter. Aber ich schaue die Rennen und ich verfolge alles – und ich liebe es, weil ich diesen Sport einfach liebe. Ich kenne die Jungs ja auch immer noch, deshalb bin ich auf diese Weise weiterhin nah dran.“ 

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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