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Formel 1 in Zandvoort: Steilkurven beim Dünen-Comeback

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Der Große Preis der Niederlande feiert in diesem Jahr ein Comeback. Credit: Red Bull Content Pool

Der Große Preis der Niederlande feiert in diesem Jahr ein Comeback. Besonders speziell: die Steilkurven

Bianca Garloff
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Der Große Preis der Niederlande feiert in diesem Jahr ein Comeback. Besonders speziell: die Steilkurven

Alpha Tauri-Pilot Pierre Gasly trifft den Nagel verbal auf den Kopf: „Es ist wie ein Monaco ohne Mauern“, beschreibt der Franzose das Heimrennen seines Red Bull-Kollegen Max Verstappen an diesem Wochenende beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort Der WM-Herausforderer wiederum hofft auf einen weiteren Sieg vor seiner „orangen Armee“, wie er seine Oranje-Fans selbst nennt.

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70000 Zuschauer sind zugelassen. Anreisen sollen die Verstappen-Jünger mit Bussen und Fahrrädern. Nicht weniger erwarten schon jetzt Chaos neben der Rennstrecke. Trotzdem freut sich Verstappen: „Als ich 2014 hier zuletzt gefahren bin, war ich noch der Sohn-von. Jetzt ist es umgekehrt“, lacht er.

Formel 1 Zandvoort Max Verstappen
Max Verstappen. Credit: Red Bull Content Pool

Nach 36 Jahren kehrt die Formel 1 mit einem Jahr Corona-Verspätung nun also an die Nordsee-Dünen vor den Toren Amsterdams zurück. Den letzten Sieg holte 1985 Niki Lauda mit 0,2 Sekunden Vorsprung auf Alain Prost. Zwischen 1952 und 1985 gastierte die Königsklasse 30 Mal an der niederländischen Nordsee. Rekordsieger ist der Brite Jim Clark, der viermal gewann. Für den einzigen deutschen Sieg sorgte Wolfgang Graf Berghe von Trips im Jahr 1961.

Formel 1 muß Schmach von Spa wettmachen

Fürs Comeback hat sich der Traditionskurs mit seinen 4,259 Kilometern Länge in Schale geschmissen. Zwei Kurven sind neu: die überhöhte Kurve drei und die superschnelle, Steilkurve 13/14. Sie ist mit einem Winkel von 18 Grad doppelt so steil wie jene auf dem Indianapolis Motor Speedway – eine Herausforderung für Autos und Reifen, weniger dagegen für die Fahrer.

Politisch gilt es die Schmach von Spa wettzumachen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Es herrscht immer noch ein gewisser Frust darüber vor, dass wir am vergangenen Wochenende in Belgien kein Rennen fahren konnten. So etwas haben wir noch nie zuvor erlebt.“ Immerhin: In Zandvoort droht kein Wetterchaos. Erst am Montag soll es regnen…

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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