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Zwei Pflichtboxenstopps in der Formel 1? Das sagt die Kommission

Formel 1 Lando Norris McLaren USA GP 2025
Lando Norris. Credit: Mark Thompson/Getty Images/McLaren
Alex Warneke
Alex Warneke

Die FIA hat über zwei Pflichtboxenstopps beraten. Warum der Vorschlag scheiterte und welche Regel 2026 wirklich kommt.

Die Idee sorgte im Vorfeld für Diskussionen, nun ist klar: Zwei verpflichtende Boxenstopps pro Grand Prix bleiben vorerst vom Tisch. Die Formel-1-Kommission des Automobil-Weltverbands FIA hat den Vorschlag am Freitag in London geprüft, kam jedoch zu keiner Einigung.

Die Überlegung war, die Rennen spannender zu machen. Doch wie so oft werden neue Ideen diskutiert, ohne die logischen Auswirkungen zu Ende zu denken. Besonders das Beispiel Monaco zeigte die Grenzen des Modells deutlich: Beim diesjährigen GP, wo das Konzept getestet wurde, fuhren die Teams schlicht extrem langsam und berechneten exakt, wann sie wie stoppen mussten, um die Vorgabe optimal zu erfüllen. Spannung entstand dadurch nicht.

Formel 1 Lando Norris Oscar Piastri Kimi Antonelli Brasilien 2025
Credit: Andy Hone/LAT Images/McLaren

Formel 1: Neue Lackierungsregel für 2026

Die FIA fasst die Diskussion so zusammen: „Ein Vorschlag zur Prüfung verpflichtender zwei Boxenstopps für Grands Prix wurde ebenso diskutiert wie Anpassungen an Reifenspezifikationen, Reifenlebensdauer und die Verwendung aller drei Mischungen im Rennen. Die Diskussion stützte sich auf Rückmeldungen aus Analysen und Simulationen der Teams und von Pirelli. Es wurden keine Änderungen für die Formel 1 beschlossen. Eine Fortsetzung der Gespräche während der Saison 2026 wurde jedoch vereinbart.“

Die Pflichtstopps sollten eigentlich helfen, strategische Vielfalt in bestimmten Rennen zu erhöhen. Die Testläufe bewiesen jedoch das Gegenteil: Die Teams fanden sofort Wege, jede Regelung auszurechnen und zu neutralisieren, zumindest auf dem engen Stadtkurs in Monaco.

Eine Entscheidung wurde am Ende aber doch getroffen: Ab 2026 führt die FIA eine „Mindestflächenanforderung für Fahrzeuglackierungen“ ein. Mindestens 55 Prozent der Oberfläche müssen künftig lackiert sein, eine Reaktion auf den Trend, immer mehr Carbonflächen unbemalt zu lassen, was die optische Unterscheidbarkeit der Autos erschwert.

 

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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