Porsche liegt in zwei von drei Wertungen der FIA Formel E-WM auf Rang eins. Noch drei Rennen bis zum Finale.
Porsche steht in der Formel E vor einer historischen Chance: Beim Heimspiel in Berlin und im Saisonfinale in London kämpft das Werksteam nicht nur um den Fahrertitel, sondern auch um die Team- und Herstellerkrone.
Nach Platz zwei von Weltmeister Pascal Wehrlein im Samstagsrennen von Berlin erklärt Motorsportchef Thomas Laudenbach, was der Erfolg für den Sportwagenhersteller bedeuten würde.
Porsche-Motorsportchef: „Ein Titel wäre schon außergewöhnlich“
Nach drei Jahren in der Elektrorennserie zählt Porsche uneingeschränkt zu den Topteams. Im Vorjahr holten die Stuttgarter mit Wehrlein den Fahrertitel, ein Jahr zuvor sicherte sich Jake Dennis im Kunden-Porsche von Envision den WM-Pokal.

„Für uns wäre es großartig, in der dritten Saison in Folge einen Titel zu gewinnen“, betont Laudenbach. „Sowohl der Teamtitel als auch der Herstellertitel wären eine Bestätigung unserer Arbeit.“
Klar ist: So konstant dominant wie Porsche war bisher kaum ein Hersteller in der Elektroformel. Laudenbach: „Ich kann mich nicht erinnern, dass das einer anderen Marke in der Formel E gelungen ist. Unser Ziel war es immer, an der Spitze mitzufahren – das dokumentiert man am besten mit einem Titel.“
FIA-Titel für Hersteller: „Besonders wichtig“
Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E bei Porsche, ergänzt: „Wir sind ein OEM, für uns als Hersteller ist der FIA-WM-Titel besonders wichtig. Es wäre das erste Mal für uns, dass wir uns als Werksteam Weltmeister nennen dürfen. Ich habe schon einmal mit einem anderen Team (Audi; d. Red.) den Titel geholt, aber das war noch kein FIA-Weltmeistertitel.“

Eine Konstellation, die den aktuellen Kampf um die Krone umso bedeutsamer macht: „Wenn wir in nur drei Jahren den Weltmeistertitel holen würden, wäre das außergewöhnlich. Darauf könnte das gesamte Team stolz sein“, so Modlinger.
Modlinger: „Bis zur letzten Runde kämpfen“
Porsche weiß aber auch: Einfach wird es nicht. „Wir müssen bis zur letzten Runde kämpfen“, betont der Formel-E-Teamchef mit Blick auf die harte Konkurrenz. „Schon vergangenes Jahr haben wir gesehen, wie viel im Finale noch passieren kann. Unser Ziel ist, bis zum Schluss um den Titel zu kämpfen.“
Porsche liegt nach Rennen eins in Berlin in allen drei Wertungen aussichtsreich im Rennen – mit Weltmeister Pascal Wehrlein auf Rang zwei der Fahrerwertung (50 Punkte hinter Oliver Rowland/Nissan), an der Spitze der Teamwertung (30 Punkte vor Nissan) und an der Spitze der Herstellerwertung (fünf Punkte vor Nissan).
Es wäre das i-Tüpfelchen auf das erfolgreiche Formel-E-Engagement der Stuttgarter. Weiter geht’s am Sonntag mit dem zweiten ePrix in Berlin. Danach steigt das Finale mit einem Double-Header in London.
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