Ferrari trennt sich wohl von der Vettel-Lenkradphilosophie, ein Mercedes-ähnlicher Prototyp soll Hamilton 2026 entgegenkommen.
Ferrari arbeitet nach der enttäuschenden Saison 2025 bereits intensiv am Auto für das kommende Jahr – und setzt dabei verstärkt auf die Bedürfnisse von Lewis Hamilton. Der siebenfache Weltmeister erlebte ein historisch schwaches erstes Jahr bei der Scuderia: kein einziges Podium, dazu ein klar verlorenes teaminternes Duell gegen Charles Leclerc, der alle sieben Ferrari-Podestplätze holte. In der Konstrukteurswertung fiel Ferrari auf Rang vier zurück.
Wie Motorsport Italia berichtet, wurde beim Abu-Dhabi-Wochenende erstmals ein neuer, vereinfachter Prototyp-Lenkradtyp getestet. Arthur Leclerc absolvierte das 1. Freie Training im Hamilton-Auto, um das Bauteil unter realen Bedingungen zu prüfen. Das neue Lenkrad ist leichter, reduziert die Anzahl der direkten Funktionen und soll dem Briten ein vertrauteres Bediengefühl geben, angelehnt an die Mercedes-Philosophie.

Ferrari noch mit Vettel-Lenkrad unterwegs
Der Hintergrund: Das aktuelle Ferrari-Lenkrad stammt in seiner Grundidee noch aus der Ära Sebastian Vettel. Der viermalige Weltmeister ließ in seiner Zeit bei Ferrari immer mehr Optionen und Knöpfe integrieren, um sämtliche Fahrparameter unmittelbar ansteuern zu können. Für Hamilton, der ein anderes Arbeitsprinzip pflegt, bedeutet diese Komplexität jedoch eher Umgewöhnung.
Die neue Lösung ist deshalb klarer strukturiert, hat weniger Tasten und Schaltflächen und setzt stärker auf Menüführung, anstatt auf eine Vielzahl direkter Umschaltmöglichkeiten. Das ist auch mit Blick auf die Regeländerungen 2026 relevant: DRS entfällt, neue Aerodynamik-Vorschriften kommen, die Bedienelemente im Cockpit ändern sich grundsätzlich.

Hamilton scheiterte zuletzt viermal in Q1
Hamilton hatte bereits vor Saisonbeginn Anpassungen am Lenkrad gefordert. Dass Ferrari seine Wünsche nun verstärkt umsetzt, soll dem 40-Jährigen helfen, ab 2026 wieder konstanter Leistung abzurufen. 2025 kämpfte der Rekord-Polesetter ausgerechnet im Qualifying: 19-mal wurde er von Leclerc geschlagen, zuletzt scheiterte er viermal am Stück in Q1.
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