Formel 1

Gerüchte über Aston Martin-Verkauf „Bullshit“

Lawrence Stroll ist der Kopf hinter Aston Martin Credit: Sean Bull Design (Montage)
Lawrence Stroll ist der Kopf hinter Aston Martin Credit: Sean Bull Design (Montage)

Sebastian Vettels neuer Boss Lawrence Stroll dementiert Gerüchte, wonach Aston Martin an einen chinesischen Autohersteller verkauft werden soll, der bereits mit Daimler kollaboriert.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Sebastian Vettels neuer Boss Lawrence Stroll dementiert Gerüchte, wonach Aston Martin an einen chinesischen Autohersteller verkauft werden soll, der bereits mit Daimler kollaboriert.

Gerade erst hat Sebastian Vettel (33) seinen Antrittsbesuch beim Formel-1-Team von Aston Martin hinter sich gebracht – schon soll die britische Sportwagenschmiede wieder verkauft werden?

Das jedenfalls berichtet eine chinesische Webseite. Demnach will der chinesische Großkonzern BYD Aston Martin für 4,1 Milliarden Pfund (rund 4,65 Milliarden Euro) übernehmen. BYD (Build your Dreams) arbeitet in China bereits im Rahmen eines Joint Ventures mit Aston Martin-Teilhaber Daimler zusammen und wolle so den Luxus-Elektroauto-Markt in Europa erobern.

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Der Deal würde auch das Formel-1-Werksteam von Aston Martin betreffen, weil ein Engagement in der Königsklasse keinen Sinn mehr mache, wenn man sich auf Elektromobilität konzentrieren wolle.

Aston Martin dementiert Gerüchte

Allein: Aston Martin dementiert die Gerüchte entschieden. „Lawrence Stroll bezeichnet sie als Bullshit und total unwahr“, sagt ein Sprecher des Formel-1-Werksteams bei Pitpass.

Stroll hält derzeit mit einer Investorengruppe rund 25 Prozent der Anteile am Sportwagenhersteller Aston Martin und ist gleichzeitig Eigentümer des Formel-1-Teams, in dem neben Sebastian Vettel auch sein Sohn Lance fährt.

Der Sprecher: Stroll könne über das Projekt „nicht begeisterter sein“ und glaube fest an einen „langfristigen Erfolg des Teams.“

Sebastian Vettel Sitzprobe Aston Martin. Credit: Aston Martin
Sebastian Vettels Sitzprobe Aston Martin. Credit: Aston Martin

Die britische Nobelmarke tritt in dieser Saison nach mehr als 60 Jahren wieder in der Königsklasse an. „Motorsport war immer schon ein wichtiger Teil der Aston-Martin-Geschichte, wir sind alle stolz, dieses Erbe fortzusetzen“, sagte Stroll jüngst.

Stroll nutzt Formel 1 als Marketing-Plattform

Die Formel 1 sei dabei die „Arena, in der viele der größten Marken und Auto-Hersteller angetreten sind und Erfolge gefeiert haben. Für jeden, der daran beteiligt ist, ist es eine aufregende Herausforderung, wir versuchen, diese legendäre britische Marke unter diesen Namen zu etablieren. Ganz einfach: Hier gehört Aston Martin hin.“

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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