Formel 1

McLaren-Geldnot: F1-Werk soll verkauft werden

McLaren; Credit: McLaren
Carlos Sainz, McLaren MCL35
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Jahrelang war die moderne und anspruchsvolle Fabrik im britischen Woking der ganze Stolz von McLaren. Doch nun soll sie verkauft werden: McLaren braucht frisches Kapital. 

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Hintergrund: Die Coronakrise hat McLaren hart getroffen. Rennausfälle und damit verbundene Einnahmenverluste im Formel-1-Rennstall sind dabei noch die kleinsten Probleme. Vor allem der Sportwagen-Markt ist eingebrochen. Im ersten Quartal 2020 hat McLaren nur 307 statt 953 Straßenautos verkauft. 

Teilverkauf von McLaren?

McLaren hat daher angekündigt, 1200 Mitarbeiter entlassen zu müssen, 70 davon aus dem Formel-1-Team. Der Staatsfond des Königshauses von Bahrain, Mumtalakat (auch Anteilseigner bei McLaren), hat 330 Millionen Euro zugeschossen, die Nationalbank von Bahrain ein Darlehen von 165 Millionen Euro zugesichert.

McLaren-Fabrik; Credit: McLaren
McLaren-Fabrik; Credit: McLaren

Mit dem Verkauf der Fabrik sollen weitere 220 Millionen Euro generiert werden können. McLaren wird natürlich weiterhin dort arbeiten – aber eben als Mieter. 

Auch ein Teilverkauf (bis zu 30%) von McLaren steht zur Debatte. 

Sportlich läuft es für McLaren unter dem deutschen Teamchef Andreas Seidl dagegen gut: Hält man bis Saisonende Rang drei in der Konstrukteurs-WM, wäre es die erfolgreichste Saison für das Team seit 2012!

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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