Formel 1

Mercedes: Keine Lust, Lewis?

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton in Barcelona. Copyright: F1-insider.com
Mercedes-Pilot Lewis Hamilton in Barcelona. Copyright: F1-insider.com

Lewis Hamilton beendete seine Wintertests mit einer persönlichen Bestzeit. Zufriedenheit sieht trotzdem anders aus. Aber man soll ja nichts überbewerten

Ralf Bach
Ralf Bach

Er hat gestern seinen letzten Testtag im erneut dominierenden Mercedes hinter sich gebracht. Mit einer Bestzeit, wenn auch etwas langsamer als Teamkollege Nico Rosberg am Vortag. Trotzdem hatte Lewis Hamilton keine Lust, über die Vorsaisontests zu sprechen. Hamilton saß da mit seinem Mikro in der Hand und antwortete in bester Kimi-Räikkönen-Manier: einsilbig.

„Ich wäre gerne einfach mehr Runden gefahren.“

„Wir sind so bereit, wie man es zu diesem Zeitpunkt eben sein kann.“

Will er seine Qualifikations-Bilanz gegen Rosberg verbessern? „Nein, das ist mir nicht wichtig. Ich will nur erneut den WM-Titel gewinnen.“

„Du schläfst nie ruhig, was die Zuverlässigkeit angeht. Diese Autos sind fürs Fahren am Limit gebaut, da kann immer etwas schiefgehen. Generell würde ich aber sagen, wir sind in Sachen Standfestigkeit weiter als vor einem Jahr.“

Dann jammerte Hamilton noch über die Abstimmung, die ihm nicht lag.

Kurzum: Der Brite wirkte lustlos und unzufrieden. Das Problem: Auch im vergangenen Jahr war er nicht der große Entertainer beim Testen. Nico Rosberg machte einen besseren, zufriedeneren Eindruck. Auch 2015 hat der Deutsche das teaminterne Testduell gewonnen und ging auf in seiner PR-Arbeit abseits der Piste. Amtierender Weltmeister ist trotzdem ein anderer. Der tiefstapelnde Lewis Hamilton. Achtung Nico, vielleicht wiegt er dich ja in Sicherheit?

Mercedes beim Boxenstopptraining in Barcelona. Copyright: Mercedes
Mercedes beim Boxenstopptraining in Barcelona. Copyright: Mercedes

 

 

 

 


Autor

Ralf Bach
Ralf Bach

Ralf Bachs Zuhause ist der Formel-1-Zirkus. Seit rund 30 Jahren berichtet er für SPORT BILD, AUTO BILD MOTORSPORT, SPORT1 und das Ippen-Netzwerk (TZ München, Frankfurter Rundschau) von der Königsklasse. Für seine exklusiven Stories wurde er in die „Paddock Hall of Fame“ der Formel 1 aufgenommen. Auf F1-Insider.com schildert er, wie die Protagonisten ticken. Twitter: @ralfbond


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