Der Nürburgring verbannt Motorräder von den Touristenfahrten. Aber es gibt eine Alternative.
Schock für alle Zweirad-Fans: Die legendäre Nordschleife am Nürburgring ist ab sofort tabu für Motorräder – zumindest während der beliebten Touristenfahrten.
Die Betreiber ziehen die Reißleine, um die Sicherheit auf dem Asphaltband der Eifel zu erhöhen. Grund: Die gefährliche Dynamik zwischen zwei und vier Rädern, die in der Vergangenheit immer wieder für brenzlige Situationen sorgte.
Bisher war die Nordschleife ein Paradies für PS-Freaks auf zwei und vier Rädern. Doch nach einer internen Analyse der Betreiber ist klar: Die Mischung ist zu gefährlich, besonders für Biker. Die Unterschiede in Geschwindigkeit, Bremsverhalten und Kurvendynamik haben immer wieder zu heiklen Situationen geführt – mit oft schmerzhaften Konsequenzen.
Ab der Saison 2025 gilt deshalb: Keine Motorräder mehr auf der Nordschleife während der regulären Touristenfahrten. Eine Entscheidung, die bei vielen Fans für Enttäuschung sorgt.
Neues Nürburgring-Zuhause für Biker
Ganz ohne Gummiabrieb müssen Motorradfans aber nicht auskommen. Statt auf der Nordschleife dürfen sie ab sofort die Grand-Prix-Strecke unsicher machen. Hier gibt es exklusive Zeitfenster nur für Biker – flexibel angepasst an das Zweirad-Aufkommen. Insgesamt öffnet die GP-Strecke 2025 ganze 38 Mal für Touristenfahrten.
Dazu kommen spezielle Trainings und Trackdays
- 30. & 31. Juli 2025: Motorrad Action Team
- 13. & 14. August 2025: ADAC Doc-Scholl Fahrertraining
- Mai bis September: Neun Events mit Speer Racing und Ducati 4U
Rückerstattung für Saisonkarten
Motorradfahrer, die bereits eine Saisonkarte oder Guthaben besitzen, haben die Wahl: Sie können ihr Geld zurückfordern – oder die Grand-Prix-Strecke weiterhin nutzen. Dafür steht das Infocenter des Nürburgrings bereit.
Immerhin: Die Preise bleiben stabil.
- Nordschleife: 30 Euro pro Runde (Mo.–Do.), 35 Euro (Fr.–So. & Feiertage)
- Grand-Prix-Strecke: 35 Euro für 15 Minuten
Die Jahreskarte für die unbegrenzte Nutzung beider Strecken kostet weiterhin stolze 3.000 Euro – mit Frühbucher-Rabatt war sie bis Januar sogar für 2.500 Euro zu haben.
Fest steht: Die Nordschleife bleibt legendär – aber jetzt ohne Biker. Ein bitterer Einschnitt für alle Motorradfans, doch am Ende soll vor allem eines im Fokus stehen: die Sicherheit aller Fahrer.
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