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Porsche 924 „Le Mans“: Sammler-Schnäppchen mit Rennsport-DNA

Porsche 924 „Le Mans“, Credit: AutoScout24
Porsche 924 „Le Mans“, Credit: AutoScout24
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Seltener geht’s kaum: In München steht ein Porsche 924 „Le Mans“ – eines von nur rund 1000 Exemplaren weltweit, im Traumzustand und zu einem Preis, der Sammler aufhorchen lässt.

Wer heute noch einen wirklich speziellen 924 will, muss lange suchen – oder in München zuschlagen. Dort steht aktuell ein Porsche 924 „Le Mans“-Sondermodell aus dem Jahr 1980, angeblich eines von nur rund 1000 gebauten Exemplaren. Preis: 18.000 Euro. Für einen Transaxle-Porsche im Traumzustand mit Rennsport-Bezug alles andere als abgehoben.

Der 924 „Le Mans“ wurde 1980 aufgelegt, um die Einsätze des 924 Carrera GTP bei den 24 Stunden von Le Mans zu feiern. Technisch basiert er auf dem normalen 924 mit 2,0-Liter-Vierzylinder und 92 kW (125 PS), Frontmotor und Transaxle-Getriebe an der Hinterachse – das sorgt für ausgewogene Gewichtsverteilung und ein sehr ehrliches Fahrverhalten. Kein Turbo-Monster, sondern ein klassischer, leichter Sportwagen, der mehr über Balance und Lenkgefühl kommt als über brutale Leistung. 

Porsche 924 Le Mans als Sammlerobjekt

Typisch für das Sondermodell: die weiße Lackierung mit dezenten Zierstreifen in den Porsche-Farben, der Heckspoiler im Turbo-Look und die ATS-Kreuzspeichenräder in 15 Zoll. Genau diese Zutaten machen aus dem einst belächelten „Hausfrauen-Porsche“ heute ein begehrtes Sammlerobjekt – vor allem, wenn er so dasteht wie das angebotene Auto: Baujahr 09/1980, rund 90.000 Kilometer, Sammlerfahrzeug, Traumzustand, innen schwarzes Teilleder.

Porsche 924 „Le Mans“, Credit: AutoScout24
Porsche 924 „Le Mans“, Credit: AutoScout24

Spannend: Während viele 924 in den 90ern als günstige Einstiegs-Porsches verheizt wurden, hat der Markt das Le-Mans-Sondermodell inzwischen entdeckt. Die Stückzahl ist niedrig, die Historie sauber, das Design mit Klappscheinwerfern und großer Heckscheibe altert besser, als man es dem 924 lange zugetraut hätte. Dazu der praktische 2+2-Innenraum und ein Kofferraum, der eher an einen Kombi als an einen Sportwagen erinnert – genau die Mischung, die Youngtimer-Fans heute schätzen. 

Seltene Chance für 18.000 Euro

Natürlich ist ein 45 Jahre alter Porsche kein Daily-Driver ohne Wenn und Aber. Rostkontrolle an Schwellern und Radläufen, Zustand von Transaxle, Fahrwerk und Innenraum entscheiden über Freude oder Frust – beim Münchner Exemplar deutet der Verkäufer-Text aber klar in Richtung Liebhaberauto, nicht Bastelbude. 

Für 18.000 Euro bekommt man hier die seltene Chance, mit einem echten Le-Mans-Sondermodell in die Porsche-Welt einzusteigen, bevor die Preise endgültig in 944- und 911-Regionen abheben. Hier geht’s zum Inserat.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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