Drama um Zverev-Gegner: Cerundolo muss unter Tränen verletzt aufgeben – Zverev tröstet ihn auf dem Court und zieht ins Viertelfinale von Toronto ein.
Alexander Zverev steht im Viertelfinale des ATP-Masters in Toronto – doch der Weg dorthin war von Drama und Emotionen geprägt. Der Weltranglistendritte besiegte erstmals seinen bislang unbequemen Gegner Francisco Cerundolo, profitierte dabei allerdings von einer Verletzung des Argentiniers, der beim Stand von 6:4, 1:0 für Zverev aufgeben musste.
Zverev, der in drei vorherigen Begegnungen gegen Cerundolo – alle auf Sand – unterlegen war, erwischte keinen idealen Start in das Achtelfinale. Er verlor früh sein Aufschlagspiel, fand jedoch schnell zurück und schaffte prompt das Rebreak. Nach 46 umkämpften Minuten entschied der Hamburger den ersten Satz mit 6:4 für sich und legte im zweiten Durchgang gleich mit einem Break nach. Und dann war Schluss: Cerundolo signalisierte Verletzungsprobleme und konnte nicht weiterspielen.
Zverev: „Ich habe seine Tränen gesehen“
„Er ist ein unglaublicher Spieler, vor allem aber ein großartiger Mensch“, sagte der erfolgreichste Spieler der Geschichte ohne Grand-Slam-Titel direkt nach dem Match über seinen Kontrahenten. „Ich habe eine sehr gute Beziehung zu ihm und gesehen, dass er sehr verärgert ist, und ich weiß, wie belastend eine Bauchmuskelverletzung ist. Du merkst es beim Servieren, du kannst deine Vorhand nicht beschleunigen. Ich habe seine Tränen gesehen und ihm geraten, auf seinen Körper zu hören. Das kann schnell in eine mehrmonatige Angelegenheit resultieren.“ Zverev tröstete seinen Gegner nach dem Abbruch auf dem Platz und wünschte ihm schnelle Genesung.
Für den Olympiasieger von Tokio war es der 501. Sieg seiner Karriere – und ein wichtiger Schritt in seiner Vorbereitung auf die US Open (ab 24. August). Nach seinem Erstrundenaus in Wimbledon und einer mental schwierigen Phase hatte der Olympiasieger eine Turnierpause eingelegt, reiste nach Mallorca und trainierte dort mit Toni Nadal.
Popyrin nahm Rune und Medvedev raus
Im Viertelfinale wartet nun Alexei Popyrin, der sich gegen Holger Rune und zuvor gegen Zverev-Schreck Daniil Medvedev durchsetzen konnte. „Er ist ein super Spieler und spielt sein bestes Tennis hier in Kanada“, so der gebürtige Hamburger über den anstehenden Gegner. In den drei bisherigen Aufeinandertreffen zog Popyrin jeweils den Kürzeren. Nicht einmal ein Satzgewinn ist ihm gegen den dreimaligen Grand-Slam-Finalisten gelungen.
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