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Neue Teile für Vettels Aston Martin

Formel 1 Sebastian Vettel Imola GP Pressekonferenz
Sebastian Vettel. Credit: F1

Sebastian Vettel hatte nach dem verkorksten Bahrain-Auftakt genug Zeit, die Batterien wieder aufzuladen. Das sagt er vor dem Imola-GP.

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Sebastian Vettel hatte nach dem verkorksten Bahrain-Auftakt genug Zeit, die Batterien wieder aufzuladen. Das sagt er vor dem Imola-GP.

Sebastian Vettels Start in seine Aston Martin-Ära Martin war nicht wirklich James Bond-like – Letzter in der Startaufstellung, Crash im Rennen, Spott und Häme in der Presse. Da tat die dreiwöchige Pause vor dem Grand Prix der Emilia Romagna gut.

„Das war kein tolles Wochenende für uns – bezogen auf das, was alles schief gegangen ist und bezogen auf das Ergebnis“, rekapituliert der 33-Jährige am Donnerstag in Imola. „Es war gut, etwas Zeit zu haben, auch für mich. Das erste Rennwochenende war sehr stressig, wir hatten viel zu lernen und da war es gut, etwas mehr Zeit dafür zu haben. Ich persönlich saß viel im Simulator und hoffe, dass ich in besserer Form nach Imola komme.“ 

Aston Martin mit neuen Teilen in Imola 

Allein: Teamkollege Lance Stroll bringt es auf dem Punkt: „Unser Auto ist nicht so gut wie letztes Jahr. Aber es hat Potenzial. Wir wissen, woran es hapert.“

Formel 1 Sebastian Vettel Aston Martin Imola GP 2021
Sebastian Vettel hatte drei Wochen Zeit zum Rekapitulieren. Credit: Aston Martin

Zum Beispiel ist der Aston Martin-Mercedes AMR21 im Heckbereich nicht besonders stabil. Die neuen Unterbodenregeln haben allen Autos mit geringem Anstellwinkel stärker geschadet als denjenigen Rennwagen, die im Heck eine größere Bodenfreiheit haben als im Frontbereich. Zu den Autos mit geringer Anstellung zählt auch Aston Martin.

Vettel: „Es ist offensichtlich, dass die Autos mit geringerem Anstellwinkel mehr Probleme haben als letztes Jahr. Aber damit müssen wir klarkommen. Wir können das nicht während der Saison ändern. Erstens würde das viel Zeit kosten und zweitens ist es nicht erlaubt. Wir müssen also das Beste aus dem machen, was wir haben. So ist das Leben.“

Der Heppenheimer will den Kopf aber nicht in den Sand stecken: „Wir haben viel Potenzial. Wir können als Team wachsen, auch mit dem Auto, das wir haben. Das Team ist motiviert, sich zu verbessern. Wir haben dieses Wochenende ein paar neue Teile, die uns helfen werden. Der Rest liegt an mir und an uns Fahrern, den Unterschied zu machen. Ich fühle mich an diesem Wochenende jedenfalls in besserer Form.“

Vettel lobt Hamilton für Bahrain-GP 

Was ist konkret drin? „Das ist schwer vorherzusagen. Der Asphalt ist rauer. In Bahrain war es heiß, hier ist es kalt. Es sind ganz andere Bedingungen, eine ganz andere Strecke“, so Vettel, der auch zugibt: „Das Mittelfeld ist extrem eng beisammen. In Bahrain waren wir weiter hinten, als wir das gedacht haben – eher im hinteren Teil des Mittelfelds als mittendrin oder vorne dran. Aber die gute Nachricht ist, dass es sehr eng ist. Fast alle Teams außer Haas am einen und Red Bull sowie Mercedes am anderen Ende sind eng beisammen. Schon kleine Schritte in die richtige Richtung können uns daher helfen.“ 

Formel 1 Lewis Hamilton und Sebastian Vettel Imola 2021
Vettel lobt Lewis Hamilton. Credit: F1

Auch nach dem entscheidenden Manöver von Max Verstappen gegen Lewis Hamilton beim Bahrain-GP wurde der Aston Martin-Star in der Pressekonferenz gefragt. „Ich sah nach dem Rennen die Highlights. Max war schneller und er hatte am Ende die besseren Reifen. Lewis aber war schlauer, er ist gut gefahren und er hat Ruhe bewahrt und das gemacht, was er machen musste. Er hatte nichts zu verlieren und alles zu gewinnen – und er hat gewonnen. Das spricht für ihn“, so Vettel.

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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