Formel 1

Williams: Königliches Team in der Formel 1?

Credit: Williams
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Michael Zeitler
Michael Zeitler

Das Traditionsteam Williams ist im Umbruch. Über die neuen Besitzer ist immer noch wenig bekannt. Doch die Verbindungen reichen bis ins britische Königshaus.

Auf den ersten Blick hat sich nichts geändert: Die Autos sind immer noch weiß, das Team immer noch Letzter in der Konstrukteurswertung, der Name immer noch derselbe: Aber das Williams-Team, der drittälteste Rennstall im Feld, erfährt gerade einen großen Umbruch.

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Die Williams-Familie um Teamgründer Frank Williams und Tochter Claire hat den Rennstall an die US-Investmentfirma Dorilton Capital verkauft. Über die eigentlichen Hintermänner ist aber bislang wenig bekannt.

Doch die Verbindungen reichen bis ins britische Königshaus! Ist Williams jetzt ein royales Team?

Teamchef ist übergangsweise Simon Roberts, der zuvor schon bei McLaren und Force India involviert war. Der Vorstand setzt sich aus drei Personen zusammen: Matthew Savage und Darren Fultz, die im Motorsport bisher unbeschriebene Blätter sind und die Dorilton-Firma anführen. Dazu kommt aber auch noch James Matthews.

Ist Williams jetzt ein Königliches Team?
Ist Williams jetzt ein royales Team?

In den 1990er Jahren war Matthews selbst Rennfahrer. 1994 gewann er den Formel-Renault Eurocup, eine in der Regel sehr gut besetzte Nachwuchsserie. Valtteri Bottas holte sich dort 2008 den Titel, Pierre Gasly 2013, Lando Norris 2016. Doch nach zwei erfolglosen Jahren in der britischen Formel 3 hing Matthews den Helm an den Nagel.

In der Öffentlichkeit ist er in Großbritannien dennoch bekannt. Seine Familie ist durch eine Hedgefonds-Firma reich geworden. Matthews heiratete 2017 zudem Pippa Middleton. Ihre Schwester Catherine ist mit Prinz William verheiratet. Matthews ist also mit der Frau von Prinz William verschwägert.

Heißt: Die neuen Williams-Besitzer haben Beziehungen zum Königshaus, viel Geld und offenbar auch den Willen, Williams vom Ende der Startaufstellung nach vorn zu führen.

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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